eßt Üppiges und trinkt Süßes und sendet Gaben

Und er sprach zu ihnen: Gehet hin, esset Fettes und trinket Süßes, und sendet Teile denen, für welche nichts zubereitet ist; denn der Tag ist unserem Herrn heilig; und betrübet euch nicht, denn die Freude an Jehova ist eure Stärke.

Elberfelder Bibel 1905 – Neh 8,10

Esra sagte zu ihnen: »Geht nun, esst und trinkt! Nehmt das Beste, was ihr habt, und gebt auch denen etwas, die nichts haben. Der heutige Tag ist ein Festtag zur Ehre des HERRN! Macht euch keine Sorgen, denn die Freude am HERRN umgibt euch wie eine schützende Mauer.«
Gute Nachricht

Geht jetzt zu eurem Festmahl, esst und trinkt und gebt auch denen etwas ab, für die nichts vorbereitet ist! Heute ist ein Festtag für Jahwe. Seid nicht traurig, denn die Freude an Jahwe ist euer Schutz!“
Neue evang.Übersetzung

Und er sprach zu ihnen: «Geht, eßt Üppiges und trinkt Süßes und sendet Gaben dem, der nichts bereit hat, denn heilig ist der Tag unserm Herrn; und seid nichtbetrübt, denn des Ewigen Wonne ist es, eurer Schutzburg.»
Herz-Tur-Sinai

Und er sagte weiter zu ihnen: „Geht, eßt die Fettspeisen, und trinkt die Süßigkeiten, und sendet dem Anteile, demnichts bereitet worden ist; denn dieser Tag ist unserem Herrn heilig; und grämteuch nicht, denn die Freude Jehovas ist eure Feste.“
Neue Weltübersetzung 1985

Nehemịa sagte: „Geht und haltet Festmahl,trinkt süße Getränke und teilt mit denen, die nichts haben. Dieser Tag ist unserem Herrnnämlich heilig. Seid nicht traurig, denn Jehova schenkt euch Freude, die euch stark macht.“
neue WeltÜbersetzung 2018

„Jetzt geht erst mal schön essen und auch was trinken!“, meinte Esra schließlich. „Gönnt euch was richtig Gutes! Undgebt auch was an die Leute ab, die gerade pleite sind. Heute ist ein ganz besonderer Tag, wo wir alle Partyfür Gott machen sollten. Machteuch keine Sorgen! Sich an Gott zu freuen ist wie eine Impfung gegen Frust!“
Volxbibel


Nehemia forderte dann das Volk auf, den Tag zu heiligen und zu essen, den Bedürftigen etwas zu geben und sich im Herrn, der Quelle ihrer Kraft, zu erfreuen. Heiligkeit und Freude gehören zusammen!
Am nächsten Tag versammelten sich die Verantwortlichen, die Familienhäupter (d. h. Häupter der Geschlechter), die Priester und die Leviten, um von Esra mehr aus dem Wort Gottes zu hören. Eine andere Reaktion des Volkes war, daß es das Laubhüttenfest feierte. Die Reihenfolge in Kapitel 8 ist wichtig: die intellektuelle Antwort auf das Wort Gottes (V. 1-8 ), die emotionale Antwort auf das Wort Gottes (V. 9-12 ) und schließlich die willensmäßige Antwort auf das Wort Gottes (V. 13-18 ).
Die geistlich Verantwortlichen entdeckten die Anweisungen für das Laubhüttenfest in 3Mo 23,37-43 . Das Fest sollte vom 15. bis zum 22. Tag des siebten Monats (Tischri) gefeiert werden. Da die Entdeckung der Anweisungen zum Laubhüttenfest am zweiten Tag des siebten Monats stattfand, blieben genau zwei Wochen zur Vorbereitung. Sie ließen das Volk Zweige von den verschiedenen Bäumen zusammenbringen (V. 15 ) und (zum vorübergehenden Gebrauch bestimmte) Hütten an verschiedenen Orten einschließlich des Platzes bei dem Tor Ephraim (vgl. die Karte „Jerusalem zur Zeit Nehemias“ zu Neh 3,1 ) bauen. Diese Hütten sollten an die Zeit ihrer Wanderschaft in der Wüste erinnern ( 3Mo 23,43 ). Das Fest der Laubhütten war seit den Tagen Josuas nicht mehr gefeiert worden. Als der Altar im Jahr 536 v. Chr. wiederaufgebaut war, feierte das Volk erstmalig wieder das Laubhüttenfest ( Esr 3,4 ). Doch diesmal waren die Freude und die Beteiligung viel intensiver. Esra las das Gesetz während des Laubhüttenfestes, weil Mose darauf hingewiesen hatte, daß dies alle sieben Jahre geschehen sollte ( 5Mo 31,10-13 ).

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

V. 9–12. Die Feier des Neumondsfestes. V. 9. Da sprachen Neḥemia d.i. der Tirschata (s. zu Esr. 2,63) und der Priester ʿEzra, der Schriftgelehrte, und die Leviten, welche das Volk unterwiesen, zum ganzen Volke: „dieser Tag ist heilig dem Herrn unserm Gotte. Seid nicht traurig und weinet nicht; denn es weinte das ganze Volk, als sie die Worte des Gesetzes hörten.“ הַיּוֹם ist der Neumondstag des 7. Monats. — Die vorgelesenen Abschnitte des Gesetzes hatten auf die versammelte Volksmenge einen mächtigen Eindruck gemacht. Es wurden ohne Zweifel Abschnitte aus dem Deuteronomium und andere Stücke der Thora vorgelesen, welche geeignet waren, dem Volke seine Sünde und Uebertretung der Gebote des Herrn und die Strafen für die Ubertretungen zum Bewußtsein zu bringen. Dadurch wurde es so erschüttert, daß es trauerte und weinte. Dies bewog dann Neḥemia, ʿEzra und die Leviten, welche dem Volke das Gesetz ans Herz gelegt hatten, den Trauernden Mut zuzusprechen. — V. 10. Und er sprach zu ihnen, nämlich Neḥemia, als Landpfleger und Haupt der Gemeinde, womit jedoch nicht ausgeschlossen wird, daß ʿEzra und die Leviten dasselbe taten. „Gehet, esset Fettes und trinket Süßes und sendet Gaben denen, welchen nichts zugerichtet ist, denn der Tag ist heilig unserm Herrn, und betrübet euch nicht, denn die Freude an Jahve ist eure Zuflucht“. מַשְׁמַנִּים Fettigkeiten (λιπάσματα LXX), fette Fleischspeisen, nicht „fette Kuchen“ (Berth.), vgl. מִשְׁתֵּה שְׁמָנִים Jes. 25,6. מַמְתַּקִּים süßgemachte Getränke. Sinn: haltet frohe Mahlzeiten von guten Festtagsspeisen und Getränken und sendet den Armen, die nichts bereitet haben, Portionen, daß auch sie des Festtages sich freuen können. מָנוֹת Gaben, sind Portionen von Speisen Esth. 9,19. 22. 1 Sam. 1,4. Hieraus ersehen wir, daß es Sitte in Israel geworden war, an Festtagen den Armen Portionen von Speisen und Getränken ins Haus zu schicken, um ihnen auch eine Festerquickung zu gewähren. לְאֵין נָכוֹן für לַאֲשֶׁר אֵין נָכוֹן (s. zu 1 Chr. 15,12) dem, welchen nichts zugerichtet ist, dem die Mittel zur Bereitung eines Festmahles fehlen. Weil der Tag dem Herrn heilig ist, so sollen sie ihn auch in heiliger Freude begehren. הֶדְוַת יהוה ist eine Freude, die im Gefähle der Gemeinschaft mit dem Herrn, in dem Bewußtsein, daß man an Jahve einen Gott hat langmütig und groß an Gnade und Treue (Ex. 34,6), wurzelt. Diese Freude soll ihnen מָעוֹז feste Burg oder Zuflucht sein, weil der allmächtige Gott ihr Gott ist, vgl. Jer. 16,19. — V. 11. In gleicher Weise waren die Leviten bestrebt, das Volk zu beruhigen, indem sie sprachen: „Schweiget d.h. höret auf zu weinen, denn der Tag ist heilig, und betrübet euch nicht“. — V. 12. Dieser Zuspruch hatte Erfolg. Das Volk ging, teils nach Hause, teils in die Herberge, um festliche Mahlzeiten zu halten und das Fest in Freude zu begehen; „denn sie hatten geachtet auf die Worte, die man ihnen kundgetan“, d.h. hatten den Zuspruch Neḥemia’s, ʿEzra’s und der Leviten zu Herzen genommen.

Keil und Delitzsch – Biblischer Commentar über das Alte Testament

Es gibt nur einen anderen Ort, an dem dieses besondere Fest erwähnt wird, und das ist Nehemia 8: 1–12, insbesondere Vers 2: Und Esra, der Priester, brachte das Gesetz vor die Versammlung, sowohl Männer als auch Frauen, und alles, was mit Verständnis hören konnte. am ersten Tag des siebten Monats.

Bei dieser Gelegenheit las Esra das Gesetz Mose vor dem jüdischen Volk. Daraus entstand ein jüdischer Brauch, aufzustehen und das gesamte mosaische Gesetz zu lesen.

Zusammenfassend: Dies sind die fünf spezifischen Orte, an denen das Posaunenfest in der Schrift erwähnt wird, und sie befinden sich alle im Alten Testament. Es wird im Neuen Testament nie als Fest erwähnt, aber das bedeutet nicht, dass es keinen Hinweis darauf gibt. Wie im Abschnitt über die prophetischen und messianischen Implikationen zu sehen sein wird, wird in seiner Erfüllung darauf Bezug genommen. Aber was das Fest selbst betrifft, so wird es nirgendwo im Neuen Testament erwähnt.

Die Sammlung messianischer Bibelstudien

Was bereitete dem Volk damals Freude? War es, dass man die Worte aus der Bibel den damaligen Maßstäben anpasste? Oder dass das Wort so gelesen wurde, wie Mose es aufgeschrieben hatte – und dann erklärte?
Wenn man die Zahlen an Opfertieren in der Bibel liest, dann hat man schnell das Bild von „sinnlosen töten“ vor Augen. Aber wenn man den Zusammenhang liest, bemerkt man, dass ein großer Teil der Tiere an das Volk gingen – und es damit zu einem großen „Grillfest“ wurde, wo „mit Jehovah“ gegessen und getrunken wurde – Feste die nicht nur den Geist sondern auch den Magen freuten. Wie wenig ist davon heute übrig geblieben! Gottesdienste sind oft nur noch theoretische „Vorträge“ – und wenn man die Menschen einlädt, davor oder danach noch miteinander zu essen, ist das oft ein „Problem“. Dabei war es noch zur Zeit der Apostel sitte, miteinander zu essen und dabei weiter über Gottes Wort zu reden – und dadurch die Freude Jehovahs wirken zu lassen.