ein Überrest

Reicht es, an einen Gott zu glauben? Oder wenigstens an den Gott der Bibel?

Eure Worte sind trotzig gegen mich gewesen, spricht Jehova. Und ihr sprechet: Was haben wir miteinander wider dich beredet? Ihr sprechet: Vergeblich ist es, Gott zu dienen, und was für Gewinn, daß wir seiner Hut warteten, und daß wir in Trauer einhergingen vor Jehova der Heerscharen? Und so preisen wir nun die Übermütigen glüceklich: nicht nur sind die Täter der Gesetzlosigkeit aufgebaut worden, sondern sie haben auch Gott versucht und sind entronnen. –
Da unterredeten sich die Jehova fürchten miteinander, und Jehova merkte auf und hörte; und ein Gedenkbuch ward vor ihm geschrieben für die, welche Jehova fürchten und welche seinen Namen achten. Und sie werden mir, spricht Jehova der Heerscharen, zum Eigentum (O. viell. Sondereigentum) sein an dem Tage, den ich machen werde; und ich werde ihrer schonen, wie ein Mann seines Sohnes schont, der ihm dient. Und ihr werdet wiederum den Unterschied sehen (And üb.: ihr werdet umkehren und den Unterschied machen) zwischen dem Gerechten und dem Gesetzlosen, zwischen dem, der Gott dient, und dem, der ihm nicht dient.
Elberfelder 1871 – Maleachi 3,13–18

Eure Reden gegen mich sind hart, spricht Jehova; und ihr sprechet: Was reden wir miteinander gegen dich? Ihr sprechet: Eitel ist es, Gott zu dienen, und welcher Gewinn ist es, dass wir seine Gebote beobachten, und in Trauer wandeln vor Jehova, dem Weltenherrscher? Daher preisen wir die Frechen glücklich; die Uebelthäter kommen in Wohlstand, sie versuchen Gott, und werden gerettet.
 Die Verehrer Jehova’s dagegen sprechen zu einander: Jehova merket, und höret es, und es ist ein Gedächtnissbuch geschrieben vor ihm über die, welche Jehova fürchten, und an seinen Namen denken. Und diese werden, spricht Jehova, der Weltenherrscher, an dem Tage, da ich handle, mein Eigenthum seyn; und ich werde Schonung mit ihnen haben, wie ein Mann Schonung hat mit seinem Sohne, der ihm dienet. Und ihr werdet umkehren, und sehen, was für ein Unterschied sey zwischen dem Guten und dem Bösen, und zwischen dem, der Gott dienet, und dem, der ihm nicht dienet.
van Ess – Mal 3,13–18

Gott sagt: „Was ihr über mich sagt, ist echt eine Nummer zu hart. Aber ihr fragt: ‚Hä, was haben wir denn zu Hartes über dich geredet, Gott?‘
Ihr sagt: ‚Es bringt nichts, für Gott zu leben! Was bringt uns das, wenn wir tun, was er sagt? Was bringt uns das, wenn wir einen auf Depri machen und vor Gott auf dem Boden kriechen? Wir finden, dass die frechen Leute eigentlich echt Glück haben. Sie haben sogar noch ihr Leben auf die Reihe gekriegt, obwohl sie Sachen taten, die Gott nicht will. Sie haben Gott provoziert, aber sind ohne Konsequenzen davongekommen.‘“
Die Leute, die Respekt vor Gott haben, redeten miteinander, und er hat das auch mitbekommen. Er hat die Namen von solchen Menschen in eine Datei schreiben lassen, damit er sie nie vergisst. Gott, der Chef über dieses Universum, sagt: „Ich werde einen Tag organisieren, an dem ich erkläre, dass sie nur mir gehören. Und diese Leute werde ich dann verschonen, wie ein Vater einen Sohn verschont, der immer brav gewesen ist.
Ihr werdet dann wieder den Unterschied sehen, wie es ist, korrekt mit mir zu leben, oder wie es ist, ohne mich zu leben. Ihr werdet sehen, wie es ist, für mich zu leben oder gegen mich zu leben
VolxBibel – Mal 3,13–18

Die Menschen sagen: „Es ist umsonst, daß man Gott dient“ . „Umsonst“ ( SAw+? ) kann auch mit „leer“ übersetzt werden. Ironischerweise beschuldigen die Menschen sich hier gewissermaßen selbst, indem sie sagen, daß ihr eigener Gottesdienst und Dienst am Herrn leer sei, nutzlos und ohne Ergebnis. Sie haben also das Gefühl, keine Wohltaten von ihm zu verdienen. In der Frage “ Was nützt es … “ geben sie vor, Gott treu gewesen zu sein, sein Gebot gehalten zu haben. Sie geben vor, ihre Missetaten bereut zu haben, “ in Buße … vor dem HERRN Zebaoth “ einhergegangen zu sein. Sie sind der Ansicht, alles, was noch fehle, sei, daß der Herr seinen Teil des Abkommens erfülle und sie segne. In höchst subtiler Weise unterstellen sie, daß Gott seine Verheißungen nicht hält.
Das Problem liegt jedoch nicht bei Gott. Maleachi hatte ja bereits deutlich gemacht, daß Gott den Menschen durchaus gemäß des Bundes geantwortet hat. Die Antwort erfolgte allerdings nicht in Form des erhofften Segens. Dafür gibt es zwei Gründe: (1) Die Herzen der Menschen sind nicht in Einklang mit Gott; sie sind ungehorsam. (2) Manche derjenigen, die sich beklagen ( Mal 3,14 ), haben sich der falsch verstandenen Gesetzlichkeit schuldig gemacht, die vielleicht auch zur Entstehung des Pharisäertums im 1. Jahrhundert n. Chr. führte. Diese Gesetzlichkeit erschöpft sich in der rigorosen Einhaltung bestimmter Handlungen als einziges Mittel der Rechtfertigung vor Gott. Das erstickt jedoch in Wirklichkeit den echten Ausdruck innerer Gerechtigkeit, den Gott fordert ( Mt 5,20-48; Mt 23,1-36 ). Deshalb können ihre Werke nicht als wirklicher Bundesgehorsam gewertet werden. Gott fordert auch äußerlichen Gehorsam, doch er muß aus dem Herzen kommen; er darf nicht dazu dienen, die eigene Rechtschaffenheit unter Beweis zu stellen, sondern muß Gottes Gerechtigkeit spiegeln. Die Gläubigen heutzutage sind hier in einer besseren Lage als die Heiligen des Alten Testaments, weil sie durch Christus den Heiligen Geist empfangen haben, der das Fleisch überwinden und Gottes Gerechtigkeit an den Tag bringen kann ( Röm 8,1-17; Gal 5,16-26; Phil 2,12-13 ).

Vers 15 : Israel hält sich noch immer daran auf, daß die Sünder nicht bestraft werden. „Darum preisen wir die Verächter, denn die Gottlosen gedeihen, und die Gott versuchen, bleiben bewahrt.“ Doch wie Maleachi später sagt ( Mal 3,19 ), wird sie die Strafe durchaus noch ereilen. (Zum Problem des Wohlergehens der Gottlosen vgl. den Kommentar zu Mal 2,17 c.)

Mal 3,16
Das Wort “ aber “ ( ?Az ) betont, daß das, was in diesem Vers beschrieben ist, mit der vorhergehenden Konfrontation irgendwie in Zusammenhang steht. Es ist schwer zu sagen, ob der hier genannte Rest ( die Gottesfürchtigen ) sich von den vorigen Fragestellern (V. 13 – 15 ) abhebt oder ob es sich um dieselben Leute oder zumindest um einen Teil von ihnen handelt. Wenn es sich um dieselben Menschen handeln sollte, dann zielt der Satz darauf ab, daß diese Gerechten ihre harten Worte bereuen und daraufhin in ihrem Glauben gestärkt werden. Wenn die beiden Gruppen jedoch nichts miteinander zu tun haben, steht ihre Einstellung und Rede im Gegensatz zu den Menschen aus den Versen 13 – 15 . Sie trösten sich untereinander mit der Allwissenheit und Allgegenwart Gottes: „Der HERR hört und merkt es.“ Wahrscheinlich sehen sie Gottes Treue nun mit neuen Augen, wie es auch in anderen ähnlichen Auseinandersetzungen über diese Probleme der Fall war (vgl. Ps 73; Pred 12,13-14 ). Ihre Gottesfurcht macht deutlich, welche Antwort Gott sich auf seine Verkündigung hin wünscht. Das Gedenkbuch bedeutet, daß im Himmel eine ständige Erinnerung an die Gläubigen und Ehrfürchtigen bewahrt wird. Das stellt sicher, daß Gott ihren Gehorsam nicht vergessen wird.

Mal 3:17-18
Die Gottesfürchtigen (V. 16 ) werden „an dem Tage, den ich machen will, mein Eigentum sein“ . „Der Tag“ (auch in Mal 3,2 und Mal 3,19 ; vgl. „der … Tag“ in Mal 3,23 ) ist der Tag des Herrn. Er wird ein Tag des Gerichts über die Bösen und der Erlösung der Gerechten sein (Gott wird sich ihrer erbarmen ). Danach wird Israel sehen, was für ein Unterschied zwischen dem Gerechten und dem Gottlosen ist . Schon in früheren Zeiten hatte Israel Gottes Eingreifen im Gericht und in der Erlösung erlebt (z. B. im Auszug aus Ägypten, im Exil und in der Rückkehr). Diese Ereignisse zeigten den Unterschied zwischen den Gerechten und den Gottlosen. Der künftige Tag des Herrn aber wird ein viel schrecklicheres Gericht über die Gottlosen bringen, und die Gerechten werden nach der körperlichen Erlösung und der körperlichen Auferstehung im kommenden Gottesreich sein „Eigentum“ sein und Gottes ursprünglichen Plan mit Israel erfüllen ( 2Mo 19,5-6; 5Mo 7,6; 14,2; 26,18; Ps 135,4 ). Diese Hoffnung belebt die Gerechten und stärkt ihre Furcht vor Gott.

Walvoord Bibelkommentar

Nein, die Freiheit zu der wir als Christen berufen sind, befreit uns nicht, Gottes Willen zu tun – und eigentlich nur Gottes Willen zu tun. Den eigentlich haben wir unseren Willen aufgegeben – und dienen dem Jehovah nicht ein paar Stunden in der Woche sondern 24/7 !

Der siebte Hauptabschnitt kann in drei Einheiten unterteilt werden: die Antwort des Nicht-Überrestes, die Antwort des Überrestes und den Tag Jehovas. Dies ist die siebte Anwendung der sokratischen Methode.


A. Die Antwort des Nicht-Überrestes – Maleachi 3: 13-15

1. Die Erklärung – Maleachi 3: 13a

Deine Worte waren stark gegen mich, sagt Jehova.

Gott erklärt, dass die Worte des Nicht-Überrestes stark waren; Sie haben arrogant gegen Gott gesprochen.


2. Der Einwand – Maleachi 3: 13b

Doch ihr sagt: Was haben wir gegen euch gesprochen?

Ihr Einwand lautet: „Wir erinnern uns nicht daran, gegen dich gesprochen zu haben, Gott. Wie haben wir das gemacht? „


3. Die Antwort – Maleachi 3: 14-15

Ihr habt gesagt: Es ist vergeblich, Gott zu dienen. und was nützt es, dass wir seine Verantwortung behalten haben und dass wir traurig vor Jehova der Heerscharen gegangen sind? und jetzt nennen wir die Stolzen glücklich; ja, diejenigen, die Bosheit wirken, werden aufgebaut; Ja, sie versuchen Gott und fliehen.

Die Antwort auf ihren Einwand war zweifach. Zuerst sagten sie in Vers 14: Es ist vergeblich, Gott zu dienen, auch wenn sie traurig vor Jehova wandelten, schien es nichts Gutes zu tun. Der Ausdruck, der traurig wandelte, bedeutete, dass ihnen ihre Sünden vor Gott leid taten. Sie sagten, dass es keinen Gewinn habe, Gott zu dienen, seinen Auftrag oder seine Gebote zu halten oder sogar in Trauer vor ihm zu wandeln. Indem sie sagten, es sei vergeblich, Gott zu dienen, sprachen sie gegen Gott; Auf diese Weise waren ihre Worte stark gegen Gott gewesen.

Zweitens behaupteten sie in Vers 15, dass die Gottlosen gediehen, während die Gerechten dies nicht taten. Darüber hinaus behaupteten sie, dass die Stolzen diejenigen waren, die wirklich glücklich waren, und diejenigen, die Bosheit arbeiteten, waren wirklich diejenigen, die gedieh, während die Gerechten dies nicht taten. Warum sollten sie also ihren Zehnten und ihre Opfergaben geben? Diese Bösen hatten Gott bereits geprüft und fanden ihn machtlos. Tatsächlich schienen sie immer Seiner Hand entkommen zu sein. Auf diese Weise waren die Worte des Nicht-Überrestes stark gegen Gott gewesen.


B. Die Antwort des Überrestes – Maleachi 3: 16-18

Die Antwort des Überrestes wurde in Vers 16a in eine ziemlich schöne Terminologie gebracht: Dann sprachen diejenigen, die Jehova fürchteten, miteinander.

Der Ausdruck, den sie Jehova fürchteten, bezieht sich auf den gläubigen jüdischen Überrest dieses Tages. Ihre Antwort war, dass sie anfingen, miteinander über spirituelle Dinge zu sprechen. Wenn sich zwei Gläubige hinsetzen und Fragen des Glaubens und des Wortes Gottes besprechen, ist dies wahre Gemeinschaft.

Maleachi gab in diesen Versen fünf Ergebnisse ihres Gehorsams an. Die ersten beiden Ergebnisse sind in Vers 16b: und Jehova hörte und hörte, und ein Buch der Erinnerung wurde vor ihm geschrieben für diejenigen, die Jehova fürchteten und über seinen Namen nachdachten.

Erstens: Jehova hörte und hörte. Zweitens öffnete Gott im Himmel ein Buch der Erinnerung, und in dieses Buch schrieb er die Namen derer ein, die Jehova fürchteten, und dieser Gedanke an seinen Namen. Ihre Angst vor Jehova zeigte, dass sie Erlösung hatten. Die Tatsache, dass ihre Gedanken auf seinen Namen gerichtet waren, zeigte, dass sie diejenigen waren, die über den Herrn meditierten und die spirituellen Wahrheiten, die sie gelernt hatten, miteinander teilten. An anderer Stelle wird dasselbe Buch als das Buch des Lebens des Lammes bezeichnet. Es gibt zwei Schlüsselbücher, die unterschieden werden sollten: das Buch des Lebens und das Buch des Lebens des Lammes. Das Buch des Lebens enthält die Namen aller, die jemals geboren wurden (Ps. 56: 8; 139: 16). Wenn eine Person ungerettet stirbt, wird ihr Name aus dem Buch des Lebens gestrichen (Ps. 69:28), aber die Namen der Gläubigen bleiben erhalten (Offb. 3: 5). Das Lebensbuch des Lammes enthält nur die Namen derjenigen, die wiedergeboren sind. Mit anderen Worten, es ist möglich, aus dem Buch des Lebens gestrichen zu werden, weil dieses Buch Namen von Gläubigen und Ungläubigen gleichermaßen enthält. Es ist jedoch nicht möglich, aus dem Lebensbuch des Lammes gestrichen zu werden, da nur die Namen der Gläubigen in dieses Buch eingetragen sind. Da dieses Buch der Erinnerung die Namen derer enthält, die Jehova fürchteten, und die über seinen Namen nachdachten, ist es dasselbe wie das Buch des Lebens des Lammes.

Das dritte Ergebnis des Gehorsams des Überrestes ist in Vers 17a: Und sie werden mir gehören, sagt Jehova der Heerscharen, sogar meines eigenen Besitzes, an dem Tag, den ich mache.

Sie werden zu Gottes eigenartigem Besitz. Dieses Versprechen wurde Israel in Exodus 19: 5 als Ganzes gegeben; Deuteronomium 7: 6; 14: 2; 26:18; und 34: 4. Dies gilt insbesondere für den jüdischen Überrest in den letzten Tagen.

Das vierte Ergebnis des Gehorsams des Überrestes ist in Vers 17b: und ich werde sie verschonen, wenn ein Mann seinen eigenen Sohn verschont, der ihm dient.

Ihnen wird dieses endgültige Gericht erspart bleiben, weil Gott das beschützen wird, was ihm gehört. Sie werden die Große Trübsal überleben und darüber hinaus auch nicht das Große Weiße Thron-Urteil erleiden.

Und das fünfte Ergebnis des Gehorsams des Überrestes ist in Vers 18: Dann werdet ihr zurückkehren und zwischen den Gerechten und den Gottlosen unterscheiden, zwischen dem, der Gott dient, und dem, der ihm nicht dient.

Gott wird zwischen Gerechten und Bösen unterscheiden, die der Überrest erkennen kann. Ihnen wird ihr früherer Ungehorsam aufgrund ihrer Glaubensreaktion vergeben. Später erhalten sie ihre Belohnung.

Fruchtenbaum – Die Sammlung messianischer Bibelstudien

Es ist eben NICHT so, dass jeder, der den Namen Christus kennt und ausruft, damit auch gerettet wird, oder ewiges Leben hat. Das kennen eines Namen hat noch nie in der biblischen Geschichte gerettet! Die Menschen mussten immer ein persönliches Verhältnis zu Jehovah haben & danach leben.

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