Geschenk von Gott oder mit Hintergedanke?

Und auch heute ein Zitat aus dem Kroeker-Werk:

Wieviel Schmerz man sich gelegentlich ersparen würde, wenn man lernte, auch im Nehmen in der Leitung Gottes zu bleiben, werden alle wissen, die sich von Gott so geführt sehen, sich auch in dem rein Materiellen je und je von andern dienen zu lassen. Wie oft zeigt es sich, wenn andere uns mit ihren Mitteln gedient haben, dass sie dann auch glaubten, über unser Gewissen herrschen zu dürfen. Wenn wir dann doch jene Stellung zu behaupten suchten, dass unser Gewissen allein an Gott gebunden sei, so brachte uns das vielfach manche Not und manche Schmerzen. Uns gingen manche Sympathien und alle jene Freunde verloren, die geglaubt hatten, nicht nur unsere Notdurft zu stillen, sondern auch unser Gewissen beherrschen zu sollen.

Daher sind immer wieder nur jene Opfer eine reine und ungetrübte Freude und Erquickung, die zuvor wirklich an Gott abgegeben worden sind. Es ist nicht schwer, ein Opfer aus der Hand Gottes zu nehmen, aber es kann ungemein drückend werden, ein Opfer aus der Hand des Menschen zu nehmen. Denn sobald Opfer mit selbstsüchtiger Berechnung und aus fleischlichen Motiven gegeben worden sind, erquicken sie nicht, sondern drücken, segnen sie nicht, sondern knechten.

Unmöglich hätte der Prophet diese Stellung einnehmen können, wenn er nicht rein und selbstlos in seiner ganzen Gesinnung gewesen wäre. Er diente nicht, um zu gewinnen, sondern er diente, um andern zu helfen.

Sein Dienst floss aus selbstloser Hingabe an andere und nicht aus der Berechnung für sich selbst.

Es ist etwas Köstliches und Wohltuendes, wenn dieses auch die Grundlage unseres heutigen Dienens ist. Je reiner wir in unserem Dienen sind, desto klarer und greifbarer wird sich in demselben dann die Liebe des Christus offenbaren können, dem auch unser Leben und Dienen gehört. Wir werden nicht etwas für uns oder für unseren Kreis oder unsere Sache oder unsere Person zu gewinnen suchen, sondern alles wird von dem einen Wunsch getragen werden, die Seelen in persönliche und direkte Gemeinschaft mit Gott zu führen. Nicht äußere Anhänger einer Sache, sondern Seelenrettung, nicht Personenkult, sondern lebendige Christusverehrung ist daher das alleinige Ziel des Dienstes derer, die Nachfolger Jesu von Nazareth sind.

Jakob Kroeker -Gottes Segensträger

Ja, so schnell kann man „abhängig“ werden. Aber wir erkennen hier auch den Grund, warum sich viele Menschen als „Bekehrt“ oder als „Überrest“ bezeichnen – denn da, wo ich erwarten kann, dass man mich beschenkt oder mir Dinge zu meinem Wohlstand beiträgt, fühlen sich viele Menschen wohl. Hat aber NICHTS mit Jehovah zu tun! Deshalb: KEIN Personenkult sondern lebendige Christusverehrung!!

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