schau auf den ewigen König

Deine Augen werden den König schauen in seiner Schönheit, sehen werden sie ein weithin offenes Land.
Elberfelder 1871 – Jes. 33,17

Einst werdet ihr Gott als König sehen
in seiner ganzen Pracht und Schönheit;
eure Augen erblicken ein weites Land.
Gute Nachricht Bibel – Jesaja 33,17

Dann wird ein Zeitpunkt kommen, wo du den Chef, eben Gott selbst, live sehen wirst. Du wirst seine geniale Schönheit bewundern. Es wird so sein, als würde man von einem Berg auf ein ganz weites Land runtersehen. Alles, was einem früher an ätzenden Sachen passiert ist, hat man dann vergessen: „Wie war das noch, damals? War das wichtig? Wo ist der Typ, dem ich früher mein Geld abdrücken musste? Wo ist der Typ, der immer alles kontrolliert hat? Hmm?“ Diese nervigen Leute, die immer komische unverständliche Dinge gesagt haben, sind dann ganz weit weg.
VolxBibel – Jesaja 33:17–19

Im richtigen Augenblick wird der HERR aufstehen, um an seinen Feinden zu handeln. In bitterem Spott beschreibt er die Assyrer als solche, die mit Heu schwanger gehen und Stoppeln zur Welt bringen. Mit anderen Worten: Ihre Vorstellungen werden zunichte. Derselbe Zorn, den sie anderen zuwandten, wird sich gegen sie wenden und sie gänzlich verzehren. Gebrannter Kalk und brennende Dornen sind ein Bild des endgültigen Gerichts.
33,13–16 Ein Wort geht aus an die gottlosen Heiden (»ihr Fernen«) und an die abgefallenen Juden (»ihr Nahen«). Im Feuer göttlichen Gerichts, im Brennen von Gottes Zorn werden die einzigen Überlebenden die sein, die in Gerechtigkeit leben und sich von jeder Form des Bösen absondern.
33,17 Dann wird der gläubige Überrest den König in seiner Schönheit schauen und das Land, dessen Grenzen erweitert sind.
A.J. Gordon hat diesen Vers für eines seiner Lieder benutzt:
Ach, den König in seiner Schönheit
Werd’ ich schau’n in dem Land voller Licht.
Wenn die Schatten endlich entflohen,
Und der strahlende Tag anbricht.
Herrlich wird er dann erscheinen,
Einst das Lamm, das für uns starb!
Wie werd’ ich mit all den Seinen
Rühmen, was er uns erwarb!
Halleluja, Halleluja!
Preis dem Lamm, das für uns starb!
Halleluja, Halleluja! Amen.

MacDonald – Kommentar zum Alten Testament

Die Schönheit des Königs und ein offenes Land
Deine Augen werden den König schauen in seiner Schönheit, sehen werden sie ein weithin offenes Land (Jesaja 33,17).
Die Hoffnung des irdischen Volkes Gottes hat zwei grosse Schwerpunkte: der Herr Jesus als König Israels, und Kanaan, das verheissene Land.
Den König anschauen
Wenn Christus für die glaubenden Israeliten wiederkommen wird, werden sie Ihn anschauen und seine Herrlichkeit bewundern. Die Söhne Korahs haben diese Schönheit bereits beschrieben:
• «Du bist schöner als die Menschensöhne» (Ps 45,3). Damit sprechen sie die alles überragende Schönheit seiner Person an. Er ist ausgezeichnet vor Zehntausenden.
• «Holdseligkeit ist ausgegossen über deine Lippen» (Ps 45,3). Was der Herr Jesus mit seinem Mund spricht, macht einen wichtigen Teil seiner Schönheit aus. Für die Glaubenden aus Israel sind die Worte seiner Gnade besonders schön und lieblich.
• «Myrrhe und Aloe, Kassia sind alle deine Kleider» (Ps 45,9). Seine Kleider strömen eine besondere Duftmischung aus. Myrrhe verbreitet den Geruch seiner Leiden. «Sie werden auf mich blicken, den sie durchbohrt haben» (Sach 12,10). Aloe verströmt den Duft des Wohlgefallens, das Gott an seinem Christus hat. «Bei Gott aber auserwählt, kostbar» (1 Petrus 2,4). Mit Kassia breiten seine Kleider den Geruch der Rettung aus. «Ein Erlöser wird kommen für Zion» (Jes 59,20).
Seine Person, seine Worte und seine Kleider zeigen, wie schön und erhaben Er einmal als König für das Volk Israel sein wird.

Halte fest 2018

Nun gibt Jesaja folgende begeisternde Vorschau: „Einen König in seiner Schönheit werden deine Augen erblicken; sehen werden sie ein fernes Land. Dein eigenes Herz wird in gedämpftem Ton ein Schrecknis erörtern: ‚Wo ist der Sekretär? Wo ist der Auszahlende? Wo ist der die Türme Zählende?‘ Kein freches Volk wirst du sehen, ein Volk von zu tiefer Sprache, um darauf zu hören, von stammelnder Zunge, unverständlich für dich“ (Jesaja 33:17-19). Die Verheißung des messianischen Königs und seines Königreiches wird treue Juden in den langen Jahrzehnten des Exils in Babylon stärken, selbst wenn sie dieses Königreich lediglich von fern sehen können (Hebräer 11:13). Ist die Herrschaft des Messias schließlich einmal Realität, wird die babylonische Tyrannei nur noch dunkel in Erinnerung sein. Überlebende des Angriffs der Assyrer werden freudig sagen: „Wo sind nun die fremden Vögte, die das Frongeld verlangten, und die Beamten, die das Gold abwogen?“ (Jesaja 33:18, Bruns).
Jesajas Worte garantieren zwar eine Rückkehr aus der Babylonischen Gefangenschaft, doch die einzelnen jüdischen Exilanten werden bis zur Auferstehung warten müssen, um die vollständige Erfüllung dieses Teils der Prophezeiung zu erleben. Wie verhält es sich mit Gottes Dienern der heutigen Zeit? Seit 1914 kann Jehovas Volk den messianischen König, Jesus Christus, in all seiner geistigen Schönheit „erblicken“ oder erkennen (Psalm 45:2; 118:22-26). Daraufhin sind sie von der Unterdrückung und Beherrschung durch Satans böses System befreit worden. Unter Gottes Königreich, das seinen Sitz in Zion hat, erfreuen sie sich wahrer geistiger Sicherheit.

Die Prophezeiung Jesajas — Licht für alle Menschen

Echt? Diese Verheißung hat sich schon erfüllt? Warum dann die ganzen Vorträge gegen Aussteiger und die „Welt“ wenn „ihr schon in geistiger Sicherheit“ seit?

So auch unser Prophet, der Worte fand, die Dinge Gottes in ihrer wahren Größe zu künden. Er rief seinem angesichts der großen Geschichtsereignisse in seiner Seele bebenden Volke zu:
„Den König in seiner Schöne möchten deine Augen schauen, möchten sehen das in Fernen liegende Land; da sinnt denn ängstlich dein Herz: Wo ist der Zähler, wo der Wäger, wo der Zähler der Festungstürme! Auf ein machtstolzes Volk sieh nicht aus, nicht auf ein Volk zu tiefer Lippe für Verständnis. Zion schau, die Burg unserer Bestimmung, da sehen deine Augen Jeruschälaim, eine sicher ruhende Stätte. Ein Zelt, das sie nicht gesteckt hat, nicht immer selbst ausreißt seine Pflöcke, und von dessen Seilen keins reißt. Denn wenn dort Gott Majestät uns ist, ein Flussgebiet weitgeuferter Ströme, wird doch kein [324] Streitschiff es befahren, kein stolz Gefährt es durchkreuzen, denn Gott unser Richter, Gott unser Gesetzgeber, Gott unser König, der wird uns helfen 138!“
Das sind Prophetenblicke und Glaubensahnungen für das Kommende, wie sie nur von Persönlichkeiten geschaut werden können, die mit dem Wesen und Charakter Gottes vertraut geworden sind. Von Gott aus schließen sie auch auf das, was Gott schaffen wird. Ihre Inspirationen decken sich mit dem ganzen Wesen und Charakter Gottes, und sie erwarten in dem Kommenden dieselben göttlichen Wesenszüge wiederzufinden, die sie in Gott gefunden haben. Wer diesen Geist des prophetischen Schauens und der prophetischen Hoffnung in sich trägt, erwartet das Heil der Völker und der Zukunft nicht mehr von einer im Geiste Kains aufgebauten Städtekultur und einem im Geiste Nimrods gepflegten Königtum. Seine ganze Sehnsucht geht auf eine Theokratie auf Erden, auf die Herrschaft des Geistes über den Stoff, auf die Herrschaft des Gesalbten über den Menschen.
Diese wird mehr und mehr sichtbar für die Sehenden, bleibt aber verhüllt den Träumenden. Und wie mit unwiderstehlicher Notwendigkeit aus dem Innern des auf sich selbst eingestellten Völkerlebens Gericht um Gericht, Katastrophe [325] um Katastrophe kam, so kommt mit derselben unwiderstehlichen, inneren Notwendigkeit die Herrlichkeit jenes Gottesstaates, in welchem die Völker bezeugen werden:
„Denn Gott ist unser Richter,
Gott ist unser Gesetzgeber,
Gott ist unser König,
Der wird uns helfen!“

Kroeker – Das lebendige Wort Band 2

Genau! Unser Blick auf Jehovah – auf Seine Größe und Macht, läßt uns auch an Seine Verheißungen glauben! Deshalb wissen wir, dass Sein Wort in Erfüllung geht, und nicht irgendwie „geistig schon geschehen wäre“. Wir müssen uns deshalb nicht auf die Fehler von irgendwelchen Regierungen noch auf die Fehler von irgendwelchen orgs konzentrieren – sondern unser Blick schaut auf den König, der sich bereit machen wird, uns zu befreien!
Und worauf wirst du dich freuen, wenn du auf IHN schaust?

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