„zu seiner Zeit …ernten“

Laßt uns aber im Gutestun nicht müde (O. mutlos) werden, denn zu seiner (O. zur bestimmten) Zeit werden wir ernten, wenn wir nicht ermatten.
Elberfelder 1871 – Gal 6,9

Lasset uns aber Gutes tun und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten ohne Aufhören.
Die Heilige Schrift nach der deutschen Übersetzung Martin Luthers 2001 – Galater 6,9

Deshalb werdet nicht müde, zu tun, was gut ist. Lasst euch nicht entmutigen und gebt nie auf, denn zur gegebenen Zeit werden wir auch den entsprechenden Segen ernten.
Neues Leben Bibel 2014 – Galater 6:9

Heute soll alles zack zack gehen – am Besten sofort oder vorgestern 😉

Damit keiner entmutigt wird, erinnert Paulus daran, dass der Lohn sicher ist, auch wenn man ihn nicht sofort empfängt. Man kann ein Feld nicht am Tag nach der Saat abernten. So ist es auch im geistlichen Bereich, der Lohn für treues Säen folgt ganz gewiss »zur bestimmten Zeit«.

MacDonald – Kommentar zum Neuen Testament

Die Vorstellung des Säens hängt mit Ausharren im Gutestun zusammen, wovon in diesem und im nächsten Vers gesprochen wird. Paulus ermuntert die Galater, im Gutestun nicht zu ermatten, denn man wird gern mutlos, wenn Bemühungen kaum Ergebnisse zeitigen. Mußte Paulus es sich selbst in Erinnerung rufen, während er sich um die Galater abmühte und scheinbar so wenig Frucht sehen konnte? »Zu seiner Zeit« will wohl besagen, daß wir zur von Gott bestimmten Zeit ernten werden, und zwar nicht nur hienieden, sondern auch vor dem Richterstuhl. Wir dürfen uns nicht entmutigen lassen noch aufgeben, wenn gleich in die Länge gezogenes Ringen und Arbeiten nicht spurlos an uns vorübergehen. Das läßt uns an Vers 2 denken und ermuntert uns, die Lasten anderer mitzutragen

Benedikt Peters – Was die Bibel lehrt

Allem guten Handeln droht ein Feind: man wird seiner müde. Immer neu tritt das Bedürfnis an uns heran, dem wir abhelfen sollen. Man wird nicht fertig mit Geben und Sorgen und Dienen. Gegen solche Ermattung stärkt uns der Apostel durch den Vorblick auf die Ernte. Unser Tun ist ja nicht vergeblich; wir machen es nur vergeblich, wenn wir schlaff werden. Die Ernte tritt ein, wenn für sie die Zeit gekommen ist. Damit reicht sie über die Gegenwart hinaus; wir sind gewiesen, unseren Lohn nicht bei den Menschen zu suchen, sondern bei Gott, und den Ertrag unserer Arbeit nicht hier unten genießen zu wollen, sondern im himmlischen Reich. Aber im Blick auf die Ernte wird uns auch die Arbeitszeit als ein göttliches Geschenk erscheinen, das wir mit Freuden ausnützen. Der Verkehr mit allen Menschen gibt uns dazu die Gelegenheit. Denn wir sind als Glieder derselben Schöpfung Gottes mit allen verbunden, zusammengefügt zu einem natürlichen Reich, in dem einer für den anderen Gutes zu erarbeiten hat. Wir sind aber noch in eine andere, höhere Gemeinschaft eingefügt, die im Christus entspringt und sich durch die Gemeinsamkeit des Glaubens erhält. Das ist der höhere und engere Verband, die vollkommenere Vereinigung und Gemeinsamkeit. Sie reicht ins Innerste hinein und umfasst nicht nur das natürliche, sondern auch das geistliche Leben. Sie stellt darum ganz besondere Ansprüche an unser gutes Werk. Wir haben uns in beiden Kreisen zu bewegen, nach der Ordnung Gottes, der beide aufgebaut hat und die Genossenschaft des Glaubens aus der natürlichen Gemeinschaft der Menschen erwachsen lässt , und wir haben jedem Kreise alles Gute zu gewähren, das in unserem Vermögen liegt.

Schlatter – Erläuterungen zum Neuen Testament

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