„erzählt überall…“

Singet Jehova, ganze Erde! Verkündet von Tag zu Tag seine Rettung!
Erzählet unter den Nationen seine Herrlichkeit, unter allen Völkern seine Wundertaten! Denn groß ist Jehova und sehr zu loben, und furchtbar ist er über alle Götter.
Elberfelder Bibel 1905 – 1 Chr 16,23–25

Singe Jehova die ganze Erde, verkündet von Tag zu Tag seine Hülfe! Erzählet unter den Völkern seine Herrlichkeit, unter allen Nationen seine Wunder!
van Ess 1858 1.Chronik 16:23-24,

Alle Leute auf der ganzen Erde sollen für Gott singen, erzählt überall, dass er gut ist, hilft bei allen Dingen. Erzählt allen Menschen von seiner gigantischen Art, schreibt Bücher, klebt Plakate, erzählt allen, was er tat.
VolxBibel – 1 Chronika 16,23–24

Der bei dieser Gelegenheit niedergeschriebene Psalm hat zwei Hauptteile. Die Verse 8–22 richten sich an Israel, die Verse 23–34 an alle Nationen. Die Verse 35 und 36 schließen den Psalm ab. Es handelt sich um eine Zusammensetzung der Psalmen 105,1–15; 96,1–13; 106,1.47.48.
In den Versen 8–22 werden die Israeliten dazu angehalten, die Größe des HERRN zu besingen und sein Angesicht zu suchen. Sie sollten sich an seine Taten erinnern, zum einen an die Wunder, die er in der Vergangenheit getan hatte, und zum anderen an seinen Bund, die bedingungslosen Verheißungen, die er ihren Vätern gegeben hatte.

MacDonald – Kommentar zum Alten Testament

Tut meinen Propheten nichts Böses! im AT wurden Propheten ursprünglich »Seher« genannt (1Sam 9,9). Sie sollten das, was Gott sie schauen ließ (wobei das »Sehen« auch ein innerliches sein konnte), im Auftrag Gottes als sein Wort an die Menschen ausrichten. Aaron war der Prophet Moses, weil er dessen Worte Pharao weitersagte (2Mo 7,1). Auch Mose übte den Dienst eines Propheten (5Mo 18,15), weil er Gottes Wort an das Volk Israel ausrichtete. Unter den Patriarchen hat Gott nur Abraham den Titel eines Propheten gegeben (1Mo 20,7). Hier aber wird das Beispiel Abrahams auch auf Isaak und Jakob übertragen. Allen dreien war gemeinsam, dass sie in einem fremden Land Boten des lebendigen Gottes waren und den Namen des HErrn unter den Heiden verkündigten. Das muss in jeder Generation aufs Neue geschehen: Verkündet von Tag zu Tag sein Heil! Gottes gnädige Führung und seine Treue, die er allen zuwendet, die nach ihm fragen und ihn suchen, muss als frohe Botschaft unter den Heiden, unter allen Völkern weitergesagt werden.
Das Danklied wird zu einem Lied der Anbetung, mit dem Gott um seiner Gottheit willen gepriesen wird. Gott allein in seiner Hoheit und Pracht gehört die Anbetung, nicht den heidnischen Gottheiten, denn alle Götter der Völker sind Götzen. Das hebr. Wort ʾelil bedeutet ursprünglich Nichtigkeit, dann auch nichtige Gottheit, Götze. Immer wieder wird diese Einschätzung im AT ausgesprochen: Die Götter der Heiden sind nichts! Der Gott Israels allein ist der Schöpfer aller Dinge; der HErr hat den Himmel gemacht. Darum gebühren dem HErrn Ehre und Macht und Anbetung: Betet den HErrn an! Hier schon klingt an, was später einmal als Ruf des apokalyptischen Engels erschallt: »Betet an den, der gemacht hat Himmel und Erde und Meer und die Wasserquellen!« (Offb 14,7)

Wuppertaler Studienbibel

Und wofür können wir DANKsagen, Lobsingen und anderen erzählen? Können wir uns wirklich auf die Taten Jehovahs konzentrieren, oder sind unsere Gedanken nicht eher bei Krankheit und Sorgen? Was beschäftigt uns? Aber was ist unser eigentlicher Auftrag?

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