Monatsarchiv für Juli 2011

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Wasser marsch!

Heute hat es geregnet… wirklich kaum jemand unterwegs am See. Aber wir brauchen ja Bilder um das Federwachstum weiter zu dokumentieren.
Auf einem der heute gemachten Bilder sieht man, dass nun der Vaterschwan in der Mauser ist.

Geschrieben von Thomas am 29. Juli 2011 | Abgelegt unter Schwäne,Weißensee | 1 Kommentar

Archaeopteryx

Folgenden Artikel auf n-tv heute entdeckt. Tja wär hätte das gedacht? Sollte die Bibel doch Recht haben? Meine Meinung: sie hat Recht!.

Der berühmte Archaeopteryx ist möglicherweise zu Unrecht 150 Jahre lang als Urvater aller Vögel angesehen worden. Zu diesem Schluss kommt eine Studie, die in der renommierten Wissenschaftszeitung „Nature“ veröffentlicht wurde. Anlass für das Umdenken ist die Entdeckung eines gefiederten Sauriers von der Größe eines Huhns in der nordostchinesischen Provinz Lianoning. Identifiziert wurde er vom bekannten Paläontologen an der Chinesischen Akademie für Wissenschaften, Xing Xu, auf Grundlage eines Fossils.
Archaeopteryx fällt vom Ast

Die neu entdeckte Spezies namens Xiaotingia zhengi sei mit dem Archaeopteryx zwar eng verwandt, gehöre aufgrund ihres Körperbaus aber zweifelsohne zu einem parallelen Zweig der Avialae (Vögel), den Deinonychosauriern, erläutert Xu. Die chinesischen Wissenschaftler berechneten mit den Charakteristika des Xiaotingia mithilfe einer Software den sogenannten phylogenetischen Baum neu, der die evolutionären Beziehungen zwischen verschiedenen verwandten Arten darstellt. Dabei erlebten sie eine Überraschung: Der Archaeopteryx fiel sozusagen vom Ast, es ließ sich demnach nicht mehr die Entwicklung aller Vögel auf ihn zurückführen.
„Mit anderen Worten, der Archaeopteryx hat aufgehört, ein Vogel zu sein“, erläutert der US-Biologe Lawrence Witmer. Der Paläontologe Xu bleibt zunächst zurückhaltend: Noch gebe es nicht genügend Elemente, die seine Hypothese untermauerten, erklärte er. Die Studie gibt aber Zweifeln neue Nahrung, die mehrere Fossilienfunde in den vergangenen Jahren hochkommen ließen. Vielleicht müsse sich die Wissenschaft an die Idee gewöhnen, dass der Archaeopteryx nur einer von vielen kleinen, fleischfressenden und gefiederten Dinosauriern war, die vor 145 bis 200 Millionen Jahren herumspazierten, erklärt Witmer.
Zur rechten Zeit für Darwins Thesen

Sollte dem Archaeopteryx der Rang des Urvogels aberkannt werden, wäre dies laut Witmer eine kleine wissenschaftliche Revolution. Zahlreiche Forscher – darunter er selbst – hätten auf diese Spezies ihre Hypothesen von der Evolution der Vögel gestützt. Entdeckt wurden die ersten Fossilien des Archaeopteryx 1861 in der fränkischen Alb in Bayern – zwei Jahre, nachdem Darwin seine umstrittene These von der Evolution der Arten veröffentlicht hatte. Das Urtier, eine Art Mischung aus Reptil und Vogel, kam gerade recht, um Darwins Thesen zu untermauern. So beeinflusste es 150 Jahre lang die Forschung.

Um sicher festzustellen, welches Tier der Urahn aller Vögel ist, sollten sich die Forscher laut Xu nun auf erst kürzlich entdeckte Arten von Urvögeln und kleinen Dinosauriern konzentrieren – den Epidexipteryx, den Jeholornis und den Sapeornis. Sie seien noch „Neuland, selbst für Spezialisten“, räumte sein Kollege Witmer ein.

Geschrieben von Thomas am 29. Juli 2011 | Abgelegt unter Wissenschaft | Keine Kommentare

Schlaue Schwäne

Vorgestern waren die Schwäne auf der Wiese. Aber in „einem kleinen Gespräch“ war klar – beide wollten keine Haferflocken.
Heute war die Großfamilie wieder auf einer Wiese – aber diesmal wurden die Haferflocken eingfordert! Gleich der Weg zum Wasser 😉

Dann hatte ich in einem Schwanenbuch gelesen, das Schwäne nicht zählen könnten…. also gab es heute nur eine halbe Tüte Haferflocken. Doch Mamaschwan erkannte es sofort. Zwar sammelte sich die Familie wieder auf der Wiese, aber die „Diskussion“ zwischen der Schwänin und mir ging weiter. Sogar zwei blaue Flecke „wurden mir geschenkt“ – sie wollt mir nicht glauben, dass die Tüte leer war, und zwicke mir mehrfach! Also nicht nur, das sie genau wusste was ihr besser schmeckt sondern auch, dass die halbe Tüte viel weniger ist als eine ganze Tüte Haferflocken!
Den selben Versuch kann man gern auch an der Fütterungsstelle machen: wenn auf der einen Seite Brot gefüttert wird, werden die Schwäne wie schon öfter erlebt, die Brotfütterer stehen lassen, wenn Haferflocken in der anderen Ecke angeboten werden! Die Tiere wissen was gut ist und was schmeckt 🙂




Sooooo groß!

Geschrieben von Thomas am 27. Juli 2011 | Abgelegt unter Schwäne,Weißensee | Keine Kommentare

Federwachstum

Heute war ich nur ganz kurz am See – auch um zu schauen, wie die Federn an den Flügeln langsam aber sicher wachsen – und so aus dem „Schwimmschwan“ einen „Flugschwan“ machen 😉


Das Schwanenküken erzählt:

Endlich kam der Eierzähler, der uns die leckeren Haferflocken bringt. Papa wollt dann , dass wir noch ein paar Wasserpflanzen zu uns nehmen. Doch dann kamen die beiden Personen, die momentan im Park fegen – und diese brachten wie jeden Tag eine große Tüte voller Brot (Sauerteigbrot). Da haben wir uns aber draufgestürzt, als wären wir kurz vor dem Verhungern! Einfach lecker, aber macht nicht wirklich satt. Aber so wachsen wir Stück für Stück. Bald können wir fliegen!!! dann gehören wir zu den richtigen Vögeln – denn die können alle fliegen!!

Geschrieben von Thomas am 26. Juli 2011 | Abgelegt unter Schwäne,Weißensee | Keine Kommentare

„Was besser schmeckt“

Gemäß dem Buch „Die Wildschwäne Europas“ ernähren sich die Höckerschwäne etwa 1/3 von Gräsern. Doch wenn der Sommer richtig zuschlägt, dann liegen von früh bis spät „Sonnenhungrige“ auf der Wiese. Viele Wiesen werden auch als Hundeauslaufgebiet „mißbraucht“. Aber heute hatte Familie Schwan Glück! Sie haben sich richtig ausgelassen über die Gräser hergemacht – ein richtiger Rasenmäher! Und es gab auch kein Betteln nach Haferflocken oder Brot – denn frisches Gras und Kräuter schmeckt viel viel besser!



Wozu ist die Fläche ohne Gras wohl da?

Geschrieben von Thomas am 25. Juli 2011 | Abgelegt unter Schwäne,Weißensee | 3 Kommentare

Fütterung der Unersättlichen

Nach ein paar Tagen von „nassem Wetter“ waren wir gestern wieder am See – und haben nach den Schwänen geschaut.
Interessant, dass die Tiere richtigen Hunger hatten!
Habe mir dann heute noch einmal den „Berliner Wasseratlas 5.2“ herausgesucht. Da die Schwaneneltern bis etwa zur Tiefe von 1,5 Meter gründeln können, stehen laut Wasseratlas den beiden Elterntiere 31,47% des Sees zur Verfügung. Die sieben Jungtiere werden wohl noch nciht so weit kommen? Gehen wir mal davon aus, dass sie bis 1 Meter tief kommen, dann sind es 21,71% des Sees. Der Rest des Sees ist einfach zu tief, um Nahrung hervorzugründeln! (siehe dazu Wasseratlas Seite 98 und 99).
Sehr schön, dass es einige Tierfreunde gibt, die den Tieren durch vernünftige Mengen von „Zubrot“ die Ernährung erleichtern.
Auf der anderen Seite gibt es aber auch Leute, die vermutlich denken sie wären auf der Kirmes 🙁 . Da werden dann Brotteile genommen und versucht die Schwäne damit zu treffen.


der kleine Schwan berichtet:

Endlich war ich satt, und hatte auch mein Gefieder eingefettet – so dass Papa lieb zu mir rüberschaute. Nun war ich aber auch erschöpft und wollte mein wohlverdienten Mittagsschlaf machen. Papa hielt Wache, dass auch ja kein Zahnungeheuer auf vier Pfoten kommen und mich ins Jenseits befördern könnte. Doch dann kamen die Zweibeiner, und bewarfen mich mit Brot! Was soll das? Macht ihr das bei euch auch, und bewerft euch mit Essen, wenn der andere satt ist? Ich finde dass nicht lustig! Nun waren die Spatzen so lieb und haben „Staubsauger“ gespielt – was für ein Glück! Denn ansonsten wären die Ratten gekommen und hätten die Wurfgeschosse gefressen – direkt neben meinem Schlafplatz! Das wäre eklig – und wieder kein Mittagsschlaf! Verhaltet euch doch bitte so, wie ihr es auch bei Besuch unter Euch Zweibeinern tun würdet – und achtet unser Zuhause!

Geschrieben von Thomas am 25. Juli 2011 | Abgelegt unter Schwäne,Weißensee | 6 Kommentare

Ernährung bei Familie Schwan

aus „die Wildschwäne Europas“

Nahrungsaufnahme

Schwäne verfügen über verschiedene Techniken für die Nahrungsaufnahme. Ruhig, auf der Wasseroberfläche schwimmend tauchen sie den langen Schnabel in das Wasser ein und nehmen alles Pflanzliche auf, was auf diese Weise erlangbar ist. Tiefere Gewässer werden zur Nahrungssuche nur dann aufgesucht, wenn die untergetauchte Vegetation bis nahe an die Wasseroberfläche reicht. Um tiefer ins Wasser zu gelangen, kippt der Schwan mit dem Körper nach vorn, so daß sich der Hinterkörper anhebt und Hals und Kopf weiter ins Wasser hineinreichen. Das erlaubt die Nutzung eines Unterwasserbereiches, den andere Wasservögel nicht auswerten können. Gründelenten nutzen lediglich die oberflächliche Wasserschicht, die Tauchenten dringen tiefer ein. Am ehesten konkurrieren Bleßrallen (REICHHOLF, 1976). Nach REICHHOLF (1983) erreicht der Höckerschwan eine maximale Tiefe von 135 cm (Halslänge knapp 1 m, Vorderkörper 27 cm).

Die hoch aufgerichteten Hinterleiber gründelnder Schwäne gleichen weißen Zelten, die auf dem Wasser zu schwimmen scheinen. Nicht selten ist zu beobachten, daß gruppenweise schwimmende Schwäne wie auf Kommando den Hals gleichzeitig eintauchen. Gemeinsames Gründeln läßt sich im Sinne von LORENZ als „Mach–mit–Verhalten“ deuten. Schwäne sind gesellig lebende Tiere und auch andere Bewegungungsweisen, so das Putzen und Streckbewegungen, werden häufig zeitgleich von mehreren Tieren ausgeführt.

Beim Gründeln mit gekipptem Körper werden die Füße nahezu senkrecht nach oben gehalten, die Schwimmhäute sind gespreizt, was dazu beiträgt, das Gleichgewicht zu halten. Für die beschriebene Form des Gründelns hat THIEDE (1984) die Bezeichnung „Aufkipp–Gründeln“ gewählt. Er führte sie auf NAUMANNN (1842) zurück, der schreibt: „Die meisten Nahrungsmittel angeln sie mittels des langen Halses und, wo dieses nicht ausreicht, durch das gleichseitiges Aufkippen des Rumpfes aus der Tiefe heraus ….“


Beim Aufkipp-Gründeln taucht der Schwan mit mehr als der Hälfte des Körpers ins Wasser ein. Um das Wasser zu verdrängen, wird kräftig mit den Beinen gerudert. Das Aufkipp-Gründeln ist ernergetisch aufweniger als die Nahrungsaufnahme durch einfaches Eintauchen des Halses. Dem sich zum Gründeln anschickenden Schwan bereitet es sichtliche Mühe, den Körper nach vorn zu kippen.Deshalb wird Aufkipp-Gründeln vermieden, wenn sich Nahrung einfacher erlangen läßt.

Eine andere Freßbewegung ist das Schnattern. Dabei wird der Körper nahezu ruhig gehalten, nur Hals und Kopf werden bewegt. Die Bezeichnung Schnattern bezieht sich also nicht auf Lautäußerungen wie im Sprachgebrauch üblich. Beim Schnattern werden Nahrungsteilchen aus dem Wasser gesiebt, indem die fleischige stempelartige Zunge zurückgezogen und dadurch Wasser eingesogen wird, das dann durch die Schnabelränder ausgepreßt, wobei Nahrungsbestandteile zurückbleiben.

Blätter und Blattstiele von Wasserpflanzen werden abgebissen oder mit den scharfen Schnabelrändern abgeschnitten und dann als Ganzes verschlungen, genauso auf dem Wasser treibende Pflanzenteile. Neben grünen Pflanzenteilen werden auch vom Gewässergrund Sämereien verschiedener Art hochgeholt. Im Flachwasser und im Uferschlamm stochern Höcker- sowie Singschwäne mit dem Schnabel im Morast umher, um Genießbares zu finden. Dabei „trampeln“ sie mit den Füßen im Schlamm, wühlen ihn dadurch auf und legen Wurzeln und Teile von Wasserpflanzen frei (LuMSDEN, 1985). …

Beim Weidegang an Land werden Gras oder andere grüne Pflanzenteile nach Gänseart mit dem Schnabel gerupft. Bei seitlich gehaltenem Kopf
werden Pflanzenteile zwischen die Schnabelhälften genommen und dann ruckartig abgebissen.

Trinken: Getrunken wird gewöhnlich auf dem Wasser. Der flach auf der Oberfläche gehaltene Schnabel schöpft Wasser, der Vorderhals wird etwas angehoben, der Schnabel aufwärts gerichtet und das Wasser mit Schluckbewegrungen aufgenommen.

Nahrungserwerb bei Schwanenküken: Die frisch geschlüpften Küken nehmen die Nahrung, die ihnen die Eltern vorlegen oder sie finden, pickend oder die Wasseroberfläche durchseihend auf. Frühestens im Alter von einer Woche sind sie in der Lage, den Kopf unterzutauchen. Anfangs können sie das nur für 1 … 2 Sekunden, erst im Alter von etwa 2 Monaten länger als 7 Sekunden. Die Jungen bekommen von den Altvögeln auch Wasserpflanzen vorgelegt.

Schnattern können Dunenjungen bereits am 2. Lebenstag. Die Kopfbewegungen sind jedoch ruckartiger als bei den Altvögeln, gewissermaßen „pickend“. Die Jungen trinken in gleicher Weise wie Altvögel.

Zerkleinerung der Nahrung: Zum ständigen Mageninhalt gehört Sand und kleine Steine, was für Pflanzenfresser nicht ungewöhnlich und auch von Gänsen und Enten bekannt ist. Mit Hilfe dieser Einschlüsse und Magenmuskulatur werden die aufgenommenen Pflanzenteile nach dem Mühlsteinprinzip zerkleinert. Sie sind dann besser verdaubar.
Magenanalysen beim Höckerschwan ergaben ein breites Spektrum von Nahrungspflanzen. Gefunden wurden nahezu alle Arten, die in der Uferzone und untergetaucht vorkommen. Mit Vorliebe werden Laichkräuter und Wasserknöterich gefressen. Laichkräuter werden bereits von wenige Tagen alten Jungen verzehrt. Nachgewiesen wurden auch Bestandteile von Seerosen, Wasserpest, vom Rohrkolben und anderen häufigen und seltenen Pflanzen.

Schwäne suchen auch Brackwasser zur Nahrungsaufnahme auf. Das dabei aufgenommene Salz wird durch Salzexkretionsdrüsen entfernt, die sich unterhalb der Augen befinden. ….

Ökologische Aspekte der Ernährung

Oft wird behauptet, daß Höckerschwäne Unterwasserpflanzen überweiden, und sie sich dadurch die eigene Nahrungsgrundlage entziehen. Das trifft nicht zu. Zwar besteht kein Zweifel daran, daß Schwäne bei hoher Dichte die oberflächennahe Vegetation beträchtlich reduzieren können, doch submers lebende Pflanzen wachsen rasch wieder nach. Zu einem Schwanenrevier gehören in der Regel etwa 10 ha Wasserfläche. Ein so großes Gebiet kann nie vollständig abgeweidet werden.

Schwäne und andere Wasservögel fördern die Vegetation, weil sie zur Ausbreitung von Samen und Winterknospen beitragen. Da die Submersvegetation im Winter ohnehin zugrunde geht, wird durch deren Verwertung auch der Stoffkreislauf im aquatischen Ökosystem günstig beeinflußt. Je weniger absterbende Pflanzen zurückbleiben, desto geringer ist die Faulschlammbildung und die Eutrophierung. REICHHOLF (1973) hat diesen Zusammenhang am Beispiel des lininischen Ökosystem „Hagenauer Bucht“ am Unteren Inn quantitativ dargestellt. Dort befanden sich auf 70 ha Wasserfläche geschlossene Unterwasserrasen aus Armleuchteralgen, Laichkräutern, Tausendblatt und Wasserpest. 1971 und 1972 lag lao, die durchschnittliche Biomassenproduktion bei 1 kg bis 1,25 kg. Das Gesamtgebiet bot Nahrung von 600 … 800 t Frischmasse, das Schwäne,. und andere Wasservögel nutzten..

Durchschnittlich 85 % aller Schwäne des Inn–Stauseengebietes sammeln sich im August und September in diesem Gebiet. Die Schwäne bleiben zusammen mit anderen Wasservögeln bis zur Vereisung des Gebietes, und die Unterwasservegetation wird im Nutzungsbereich fast vollständig abgeweidet. Das Nahrungsangebot wird im Herbst bis zu 90% von Wasservögeln genutzt, woran Schwäne bis zu 30 % beteiligt sind. Der hohe Nutzungsgrad ist für den Pflanzenbestand und dessen Dynamik belanglos. Wenn die von Schwänen erlangbaren Unterwasserpflanzen schon vor Beginn der Vereisung abgeweidet sind, dann ziehen sie vor dem Zufrieren ab. Je besser das Nahrungsangebot desto mehr Schwäne sind anwesend.

In wasserpflanzenarmen Jahren die Nahrungskapazität jedoch so zurück, daß der Höckerschwanbest: deutlich reduziert bzw. gedrosselt (REICHHOLF, 1982). Die Höckerschwäne sind in das Ökosystem integriert. Die Bestandsdichte hängt vom Nahrungsangebot ab. Sie bedarf keines regulierenden Eingriffes von außen.

Auf den engen Zusammenhang zwischen der Ausdehnung der Wasserpflanzen und der Ansammlung nichtbrütenden Höckerschwäne ist auch von BERNDT (1986) hingewiesen worden. Mit dem Rückgang der Wassserpflanzen verschwinden die Schwäne.

Wenn in einem Gewässer die Unterwasserpflanzenbestände zurückgehen, dann liegen die Ursachen in Verädnerungen des Wasserchemismus, nicht aber bei den Schwänen. Starke Eutrophilierung wird von Laichkräutern und anderen Pflanzen nicht vertragen. Ihr Verschwinden ist eine zwangsläufige Folge der Wasserverschlechterung. An stark eutrophen Gewässern bestehen selbst bei intakter Ufervegetation keine Brutmöglichkeiten weil die Ernährungsbedingungen für die Jungenaufzucht nicht gegeben sind.
….

Geschrieben von Thomas am 24. Juli 2011 | Abgelegt unter Schwäne,Weißensee | 1 Kommentar

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