„Er holte mich raus, denn er liebt mich!“

Und er führte mich heraus ins Weite, er befreite mich, weil er Lust an mir hatte.
Jehova vergalt mir nach meiner Gerechtigkeit, nach der Reinheit meiner Hände erstattete er mir.
Denn ich habe die Wege Jehovas bewahrt, und bin von meinem Gott nicht frevelhaft abgewichen.

Elberfelder Bibel 1905 – Psalm 18,19–21

Und er führte mich dann hinaus in einen weiten Raum;
Er befreite mich, denn er hatte Gefallen an mir gefunden.
Jehova belohnt mich gemäß meiner Gerechtigkeit;
Gemäß der Reinheit meiner Hände vergilt er mir.
Denn ich habe mich an die Wege Jehovas gehalten,
Und ich bin nicht böswillig von meinem Gott abgewichen.
neue Welt Übersetzung – Bi12 – Ps 18,19–21

Er brachte mich an einen sicheren Ort.
Weil er Gefallen an mir fand, befreite er mich.
Jehova belohnt mich entsprechend meiner Gerechtigkeit.
Entsprechend der Unschuld meiner Hände zahlt er mir Gutes zurück.
Denn ich bin auf den Wegen Jehovas geblieben
und habe mich nicht böswillig von meinem Gott losgesagt.
neue Welt Übersetzung – 2018 – Psalm 18,19-21

Gott schlug meine Feinde, sie sahen keinen Stich. Er holte mich raus, denn er liebt mich!
Gott soll mir immer helfen und treu sein, denn nach seinen Gesetzen bin ich immer sauber und rein.
Ich hab immer gemacht, was er von mir wollte, tat immer nur das, was ich auch sollte.
VolxBibel – Ps 18,19–22

In diesen Versen gehört David dar, daß der Herr ihn durch seine Eingreifen gerechte hatte. Es war ein Krieg, der auch von David statt der starken Feinde erstickt wurde, und der Herr holte ihn dort heraus, weil er Gefallen an ihm hatte (V. 17.20).
Solch ein dramatisches Bild göttlichen Eingreifens in Bezug auf die Verantwortlichkeiten des Verkündigung des Rechts hin (2Mo 19,16-18). Unterschiedliche Ereignisse werden in Jos 10,11; Ri 5,20 und 1Sam 7,10 berichtet. Auch die prophetischen Visionen, die Angaben zum Eingreifen Gottesführung, sind die Natur (z. B. Jes 29,6; 30,27; 64,1; Hab 3,3-4).

Ps 18: 21-25
Nach der Beschreibung sein Errettung durch den Herrn erkennen David sie führt sein Glauben, daß der Herr sein Gott Krieg. Durch den Glauben hatte David seine Aufrichtigkeit vor Gott (Gerechtigkeit; V. 21.25) bewahrt. Die Errettung ereign, weil Gott David für die Reinheit (V. 21.25) seine Hände (d. H. Waden Lebens) belohnte. David entschlossen, daß er sich nicht von Gott abgewandt hatte, daß er in den Wegen Gottes gewandelt Krieg, seine Rechte und Geboten gehorcht und sich von der Sünde fern gehört hatte. Gott ehrte sein gehorsamen Knecht mit gewaltigen Siegen.

Die Bibel erkennen und unterscheidet – Walvoord Bibelkommentar

V. 19 u. 20. Die mich überwältigten usw. Mit anderen Worten bestätigt David den vorhergehenden Gedanken, nämlich dass er durch Gottes Hilfe gehalten worden sei, als kein Ausgang für ihn mehr da war. Denn er berichtet, dass er von allen Seiten umringt war. Und es handelte sich nicht um eine gewöhnliche Belagerung, sondern die Feinde hatten ihn in der Not so hart bedrängt, dass er übel zugerichtet war. Dieser Umstand zeigt deutlich, dass er nur durch Gottes Hand aus der Enge in die Weite gebracht worden ist. Was hatte diese plötzliche Versetzung aus dem Tode ins Leben zu bedeuten? Wollte Gott dadurch nicht bezeugen, dass bei ihm die Erlösung aus dem Tode sei? Dabei lässt David dem Herrn allein die Ehre, indem er als Grund seiner Errettung einfach die freie Gnade nennt (V. 20): denn er hatte Lust zu mir. Er denkt dabei an seine Berufung und betont mit besonderem Nachdruck, dass die Kämpfe, die er durchgemacht hatte, allein dadurch entstanden waren, dass er dem Rufe Gottes Folge geleistet und seiner Offenbarung gehorsam gewesen war. Denn ehrgeizige und unruhige Geister lassen sich durch ihre Begierde jählings fortreißen, alles zu wagen, und stürzen sich mutwillig in Gefahr. Mögen solche Leute auch oft, wenn sie tapfer und mutig streiten, das Ziel ihrer Wünsche erreichen, so nehmen sie doch schließlich ein unglückliches Ende, weil sie der Hilfe Gottes nicht würdig sind. Sie bauen einen hohen Turm, dessen Spitze in den Himmel reicht, aber nicht auf das Fundament der Berufung Gottes. Kurz, David bezeugt, dass Gottes Hilfe ihm immer zur Seite stand, weil er durch Samuels Hand zum Könige gesalbt war und sich nicht selbst eingedrängt hatte. Er selbst war mit seiner Lage zufrieden und wäre gern in den Schafställen und der väterlichen Hütte verborgen geblieben. Aber seine Salbung gab ihm das Zeichen, dass Gottes Gnade ihn erwählt hatte.
V. 21. Der Herr tut wohl an mir nach meiner Gerechtigkeit. Es könnte auf den ersten Blick scheinen, dass David sich selbst widerspreche. Soeben hat er alles dem göttlichen Wohlgefallen zugeschrieben, und jetzt rühmt er sich, dass ihm ein gerechter Lohn gegeben sei. Wenn wir jedoch beachten, zu welchem Zweck er diese Lobpreisung seiner Unbescholtenheit zu dem Ratschluss des göttlichen Wohlgefallens hinzusetzt, so erkennen wir leicht die Übereinstimmung beider Aussprüche. Zuerst hat er bezeugt, dass er nur auf Gottes Veranlassung hin sich Hoffnung auf die Herrschaft gemacht habe, dass er auch nicht durch die Stimmen der Menschen erhoben worden sei noch aus eigenem Antriebe sich eingedrängt habe, sondern lediglich durch Gottes Verfügung geleitet wurde. Jetzt setzt er an zweiter Stelle hinzu, dass er dem Herrn treuen Gehorsam geleistet habe und immer seinem Winke gefolgt sei; denn beides war nötig: einmal, dass Gott ihm zuerst seine Gunst zuwandte, indem er ihn zum Könige wählte, und dass David seinerseits gehorsam und mit reinem Gewissen die ihm von Gott übertragene Herrschaft übernahm, – und dann, dass er, was auch seine Feinde unternehmen mochten, um seinen Glauben zu erschüttern, standhaft den rechten Weg verfolgte, den seine Berufung ihm anwies. Jetzt sehen wir, dass zwischen den beiden Aussprüchen so wenig Verschiedenheit ist, dass sie vielmehr aufs Beste mit einander übereinstimmen. David stellt Gott hier gleichsam als den Kampfordner hin, durch dessen Gunst und Veranlassung er auf den Kampfplatz geführt worden ist. Es ist dieses nämlich eine Folge seiner Erwählung, durch die Gott ihm seine Gunst zugewandt und ihn zum Könige erwählt hat. Nachher setzt er hinzu, dass er die ihm übertragene Pflicht mit dem schuldigen Gehorsam bis zu Ende treu erfüllt habe. Daher ist es nicht zu verwundern, dass Gott seinen Kämpfer, den er selbst aus freien Stücken herbeigeholt hatte, unter seinen Schutz nahm, als er ihn treulich seine Schuldigkeit tun sah, und dass er auch durch offenbare Wunder sich als seinen Schutzherrn erwies. David will sich auch keineswegs mit eitlen Reden rühmen, sondern der heilige Geist gibt uns durch seinen Mund die nützliche Lehre, dass Gottes Beistand uns nie fehlen wird, wenn wir unserer Berufung nur immer eingedenk bleiben und nichts tun ohne sein Geheiß. Hierbei ist aber festzuhalten, dass das Wohlgefallen Gottes der Grund unserer Erwählung bleibt, und dass die Berufung, durch die er uns ruft, ehe wir ihn riefen, der Anfang des rechten Weges ist. Jetzt bleibt aber noch eine Schwierigkeit ungelöst. Denn wenn Gott der Gerechtigkeit einen Lohn gibt, hat es den Anschein, als wenn seine Güte sich nach eines jeglichen Verdienst richte. Aber wenn es auch heißt, dass Gott „vergilt“, so ist doch unter solchem „Lohn“ niemals etwas zu verstehen, was Gott uns schuldig ist. Deshalb ist es auch ganz verkehrt, davon ein Verdienst oder die Würdigkeit der Werke abzuleiten. Wenn auch Gott als der gerechte Richter einem jeg

lichen nach seinen Werken vergilt, so bleibt doch ein jeder in seiner Schuld, während der Herr niemandem etwas schuldet. Denn erstlich hat Augustin recht, wenn er sagt, dass der Herr die Gerechtigkeit, die er bei uns findet und belohnt, uns selbst zuvor aus Gnaden geschenkt habe. Und vor allem müssen wir aussprechen: indem Gott die Fehler übersieht, die allen unseren Werken anhaften, rechnet er uns als Gerechtigkeit an, was er mit Recht verwerfen könnte. Wenn nun kein einziges unserer Werke dem Herrn ohne Vergebung gefällt, so folgt daraus, dass der Lohn, den er spendet, ein Gnadenlohn ist, den wir nicht wirklich verdienen. Übrigens liegt an unserer Stelle noch ein besonderer Grund vor, der wohl zu beachten ist. David tritt hier nämlich nicht vor Gott hin im Vertrauen auf seine gesetzliche Gerechtigkeit, sondern er will sich gegen die frevelhaften Verleumdungen seiner Feinde verteidigen: er unterstellt darum sein Streben dem Urteilsspruch Gottes, von dem er weiß, dass er es billigt. Wir wissen ja, wie schmählich er unter der verkehrten Missgunst seiner Feinde zu leiden hatte. Diese wollten aber mit ihren Schmähungen nicht nur seinen guten Ruf zerstören, sondern auch das Heil der ganzen Gemeinde. Denn wenn auch Saul durch seinen eigenen Schmerz zur Wut getrieben wurde und alle anderen deswegen so heftig und wütend auf David einstürmten, weil sie dem Könige helfen wollten, so ist doch kein Zweifel, dass der Teufel sie dazu trieb, das Königtum Davids mit solcher Macht zu bekämpfen: denn eben auf diese Persönlichkeit sollte nach Gottes Willen sich gründen, was das ganze Volk an Wohlsein zu hoffen hatte. Das ist auch der Grund, weswegen David so eifrig und heftig für die Gerechtigkeit seiner Sache kämpft. Ferner: wenn er hier vor dem Richterstuhl Gottes mit seinen Feinden streitet, so handelt es sich nicht um sein ganzes Leben, sondern nur um eine bestimmte Sache. Es ist also streng festzuhalten, was eigentlich der Streitpunkt war. Die Widersacher warfen David viele Verbrechen vor. Zuerst beschuldigten sie ihn des Abfalls und der Untreue, dass er seinen König, der zugleich sein Schwiegervater war, treulos verlassen habe; dann des Raubes, dass er als ein Räuber die Regierung an sich gerissen habe; ferner des Aufruhrs, dass er die Ruhe des Reiches gestört habe; endlich der Grausamkeit, dass er die Veranlassung zu vielen Morden gegeben und viele unerlaubte Mittel gebraucht habe, um seine Verschwörung durchzuführen. Diesen bestimmten Vorwürfen gegenüber bezeugt David seine Unschuld und versichert, dass er in allen diesen Stücken immer rechtschaffen und lauter geblieben sei, da er nichts gegen Gottes Befehl unternommen habe und trotz aller Anstrengungen seiner Feinde immer innerhalb seiner Grenzen geblieben sei. Es ist also gar kein Anlass für den törichten Schluss, dass Gott seine Gnade in dem Maße den Menschen zuwende, als er sie für würdig erkenne. Denn hier handelt es sich um eine Rechtfertigung in einem ganz bestimmten Falle und durchaus nicht um die Frage, ob der Mensch durch ein rechtschaffenes Gesamtleben Gnade und Gerechtigkeit vor Gott erwerben könne. Kurz, David schließt hier aus dem Erfolg, dass seine Sache Gott gefallen habe. Das ist freilich nicht so gemeint, als ob ein einziger Sieg schon ein für alle Zeiten gültiger Beweis für die Güte seiner Sache wäre: aber Gott hatte doch durch offenbare Zeichen seiner Hilfe bewiesen, dass er auf Davids Seite stand.
V. 22. Denn ich halte die Wege des Herrn. Weil David erfahren musste, dass man seine einwandfreiesten Handlungen verkehrt beurteilte, versichert er, dass er die Wege des Herrn gehalten habe, und beruft sich zuversichtlich auf Gottes Gericht. Auch die Heuchler pflegen sich Gottes zu rühmen, ja es ist ihnen nicht geläufiger als dieser Missbrauch seines heiligen Namens. Aber David bringt hier nur das vor, was auch die Menschen, wenn sie nur einige Billigkeit besaßen, sehen konnten. Wir lernen also hier von ihm, dass wir uns vor allem Mühe geben sollen, ein gutes Gewissen zu bewahren, und dann, dass wir den Mut haben müssen, die falschen Urteile der Menschen zu verachten und Gott im Himmel als unseren Verteidiger anzurufen. David fügt noch hinzu, dass er nicht gottlos vom Herrn abgefallen sei, da er immer geraden Wegs nach dem Ziel seiner Berufung gestrebt habe, obgleich die Gottlosen vieles versuchten, um seinen Glauben zu erschüttern. Denn das Wort, das er gebraucht, bezeichnet nicht eine einzelne Sünde, sondern den Abfall, durch den die Menschen Gott ganz und gar entfremdet werden. Wenn David auch dann und wann wegen der Schwachheit seines Fleisches fehlte, so hörte doch sein eifriges Streben nach Frömmigkeit nie auf; denn er ließ die Aufgabe, die ihm geworden war, nie fahren.

Jean Calvin – Aus dem Psalmenkommentar

18,17–20 In treffenden Sinnbildern wird gezeigt, wie der Feind zerschlagen, zermalmt, vernichtet, verwundet und verstümmelt wird, bis er sich völlig geschlagen zurückzieht. Dann streckt Gott die Hand aus und nimmt Christus aus dem immer noch versiegelten Grab. Halleluja! Christus ist auferstanden! Gott hat ihn nicht nur von den Toten auferweckt, sondern ihm auch einen triumphalen Aufstieg durch das Herrschaftsgebiet des Feindes gewährt und ihn dann zu seiner Rechten verherrlicht. So sagt Paulus: »Er hat die Gewalten und die Mächte völlig entwaffnet und sie öffentlich zur Schau gestellt. In ihm hat er den Triumph über sie gehalten« (Kol 2,15).
18,21–31 Hier haben wir das Grundprinzip oder das Geheimnis der Auferstehung. Es bestand eine gewisse moralische Notwendigkeit für Gott, den Herrn Jesus aufzuerwecken. Diese Notwendigkeit ergab sich aus dem sünd-und fleckenlosen Leben Christi und aus seiner unbeirrbaren Ergebenheit in den Willen seines Vaters sowie aus der Vollkommenheit seines Werkes am Kreuz. Alle gerechten Eigenschaften Gottes erforderten, dass er ihn in der Kraft eines unauflöslichen Lebens aus dem Grab hervorbrachte. Das ist mit der majestätischen Äußerung gemeint, dass »Christus aus den Toten auferweckt worden ist durch die Herrlichkeit des Vaters …« (Röm 6,4). Der herrliche Charakter Gottes machte die Auferstehung zu einer moralischen Notwendigkeit. Sie war der Lohn für die vollkommene persönliche Gerechtigkeit Jesu Christi.
Obwohl David die Verse 21–31 geschrieben hat, gelten sie in Wirklichkeit nicht gänzlich für ihn. Stattdessen sprach er prophetisch durch die Inspiration des Heiligen Geistes von dem, der sowohl sein Sohn als auch sein Herr war (Mt 22,41–46).

MacDonald – Kommentar zum Alten Testament

Kennst du die Wege Jehovahs? Oder gleichst du einem der „Mitbewohner“ Davids, die nur das kannten, was „ihr König“ zu sagen hatte? David hatte sein „gesamtes Leben“ ein inniges Verhältnis zu Jehovah, und konnte deshalb das obrige sagen. Doch viele seiner Freunde und Feinde hatten kein Verhältnis zu Jehovah, obwohl sie wohl regelmäßig zu den Priestern und zur Stiftshütte gegangen sein werden! Aber sie folgten Menschen, wie David und Saul. Wo stehtst DU? Bist du ein „Anhänger“ von einer menschlichen Gemeinde oder ist dein Herz unabhängig von einer Gemeinde, weil du direkt ein Verhälnis mit dem Schöpfer hast????

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