„an Eides statt“

Jehova, deinen Gott, sollst du fürchten und ihm dienen, und bei seinem Namen sollst du schwören.
Elberfelder 1871 – Deuteronomium 6,13

 Vor Jehova, deinem Gott, sollst du Ehrfurcht haben und ihm sollst du dienen und bei seinem Namen sollst du schwören.
neue Welt Übersetzung – 2018 – 5.Mose 6,13

Ihr müsst immer Respekt vor Gott haben. Er ist der Chef: tut, was er euch sagt. Wenn ihr etwas schwört, dann tut das nur, wenn ihr Gott dabei ganz klar hinter euch habt.
VolxBibel – 5 Mose 6,13

Wenn die Israeliten zu Wohlstand kämen, sollten sie noch sorgfältiger darauf achten, ihn zu fürchten (vgl. den Kommentar zu 5Mo 4,10 ) und ihm zu dienen. Das Gebot, beim Namen des HERRN zu schwören (Eid … ablegen) , verstärkt die Anweisung, ihn zu fürchten. Wenn jemand bei dem Gott schwört, den er fürchtet, so heißt das, daß er diesem Gott auch zur Erfüllung seines Eides verpflichtet ist. Wenn sie Gott vergessen würden (V. 12 ), würden sie fast selbstverständlich anderen Göttern folgen , weil Gott die Menschen nicht nur mit der Fähigkeit zur Anbetung, sondern auch mit dem Bedürfnis nach Anbetung geschaffen hat. Dieser Akt der Untreue würde im Gericht enden, weil der HERR … ein eifersüchtiger Gott ist (vgl. 5Mo 4,24; 5,9; 32,16.21 ). Das bedeutet, daß er eifrig schützt, was ihm allein gehört . Eifersüchtig in diesem Sinn ist ethisch richtig. Eifersüchtig sein im Sinne von Mißgunst gegenüber den Besitztümern oder Privilegien anderer ist natürlich falsch.

DIe Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Jeder Glaubende ist aufgerufen, zuerst Gott zu dienen (Lk 4,8b; 5Mo 6,13). Wir werden sogar gewarnt, dass wir nicht zwei Herren dienen können (Lk 16,13; Mt 6,24). Nicht nur der Prediger oder der Pastor ist ein Diener Gottes. Wir alle sind dazu berufen. Aber nur der Jünger versteht wirklich die Bedeutung dieser Berufung für sein eigenes Leben. Dem Herrn zu dienen bedeutet, Ihm zu folgen (Joh 12,26). Das ist Jüngerschaft. Unser Herr war der vollkommene Diener Gottes. Das Markusevangelium ist diesem Thema gewidmet und führt es uns in verschiedenen Aspekten vor Augen. „Ich aber bin in eurer Mitte wie der Dienende“ (Lk 22,27). Er sagte dies im Zusammenhang damit, dass sie den niedrigsten Platz einnehmen sollten (Lk 22,25.26). Dienen ist eine Berufung zu etwas niedrigem, nicht zu hohem. Wenn wir der Erste sein wollen, müssen wir der Diener von allen sein. Wenn wir groß werden wollen, müssenwir dienen. So lehrte es der Herr. Und Er zeigte es in Seinem Leben: „Denn auch der Sohn des Menschen ist nicht gekommen, um bedient zu werden, sondern um zu dienen“ (Mk 10,45). Bei der Fußwaschung nahm Er sogar das Handtuch und kniete nieder, um den niedrigsten Dienst zu tun, den Seine Jünger übersehen oder vermieden hatten. Wie ein niedriger Sklave tat Er die Arbeit, die Gottes Wille war. Erneut lebte Er vor, was Er lehrte. Und der Knecht ist nicht über Seinem Herrn. Durch das Vorbild des Herrn, wie Er den Jüngern gedient hat, wurden sie, aber auch wir, aufgerufen, dasselbe für Andere zu tun, und den Platz eines Dieners einzunehmen.

Jean Gibson – Training im Christentum

Es ist eine allgemein menschliche Sitte, die Wahrhaftigkeit einer Aussage oder die Zuverlässigkeit eines Versprechens durch Beteuerungen zu bekräftigen. Man setzt da etwas Wertvolles, Teueres, z. B. sein Leben, zum Pfand und erklärt sich bereit, den Verlust desselben als Strafe für den Bruch seines Wortes tragen zu wollen. Schon auf solche Beteuerungen ohne eigentlich religiösen Charakter wird in der Bibel, wie sonst, oft das Wort „schwören“ angewandt, z. B. Jos. 2, 14: „unsere Seele soll für euch des Todes sein,“ (vgl. V. 12: „schwöret mir“); Mt. 5, 36: „bei seinem Haupte schwören“. Auffallen kann nur, daß so häufig im A. T. die Wendung vorkommt: „so wahr deine Seele lebt“, namentlich bei dem Schwur, der einem Höherstehenden geleistet wird (z. B. 1 Sa. 17, 55; 2 Sa. 11, 11; 14, 19). Es erklärt sich dies aus der morgenländischen Höflichkeit, welche das Leben des anderen als etwas Wertvolleres bezeichnen will und darum zum Pfande setzt. Ähnlich ist die Beteuerung Josephs: „beim Leben Pharaos“ (1 Mo. 42, 15 f.); scherzhaft die des Hohelieds: „bei den Rehen oder Hinden“ (3, 5). Zum eigentlichen Schwur im religiösen Sinn aber erhebt sich die Beteuerung, wenn das Heilige als das Höchste und Wertvollste, was der Mensch kennt, von ihm zum Pfand seiner Wahrhaftigkeit eingesetzt wird. Und dies war beim Volk Israel, wie übrigens bei den meisten Völkern des Altertums, fast durchweg der Fall. Daher die häufige Schwurformel im A. T.: „so wahr der Herr lebt“ (z. B. 1 Sa. 14, 39; 2 Sa. 4, 9; 1 Kö. 17, 1 usw.), manchmal verbunden mit dem anderen: „so wahr deine Seele lebt“ (1 Sa. 20, 3; 25, 26). Diese Formel will das Dasein Gottes nicht bloß als das Allergewisseste bezeichnen, sondern auch als das Allerwertvollste für den Menschen; der Schwörende setzt seinen Anteil an dem lebendigen Gott, als sein höchstes Gut, zum Pfand für seine Wahrhaftigkeit. Daher treten zu „der Herr“ oft noch solche Beifügungen hinzu, welche sagen, was der Herr dem Schwörenden ist; z. B. der Herr, vor dem ich stehe (1 Kö. 17, 1; 2 Kö. 3, 14), der Herr, der mich bestätigt hat (1 Kö. 2, 24), der Herr, der die Kinder Israel aus Ägyptenland geführt hat (Jer. 16, 14) usw. Aber weil der lebendige Gott nicht nur ein totes Unterpfand ist für die Wahrhaftigkeit des Schwörenden, sondern ein lebendiger Zeuge des Eidschwurs, so gestaltet sich dieser zu einer unmittelbaren Anrufung Gottes, zu der Bitte, er möge Zeuge sein (vgl. 1 Mo. 31, 50; Jos. 22, 22 f.; Ri. 11, 10; 1 Sa. 20, 42; Jer. 42, 5), ja er möge auch als unparteiischer und unerbittlicher Richter über die Heiligkeit des geschworenen E. wachen (1 Mo. 31, 49. 53; Jos. 22, 23). Letzteres geschieht namentlich häufig durch die Formel: „Gott tue mir dies und das“ (1 Sa. 14, 44; 2 Sa. 19, 14; 1 Kö. 2, 23 usw.), d. h. was er nur will — wenn ich meinen E. breche. Wird diese Herausforderung der Rache Gottes noch stärker ausgedrückt, so wird der Schwur geradezu zur Selbstverfluchung (Mt. 26, 74). Übrigens kam bei den Israeliten neben dem Schwur, den man selbst freiwillig leistete, auch noch häufig die Form der Beschwörung vor, da ein anderer Gottes Zeugenschaft und Rächeramt über den anrief, der die Wahrheit sagen oder etwas versprechen sollte. Zu solchen Beschwörungen dienten dieselben Formeln wie beim einfachen Schwur (1 Sa. 3, 17, Gott tue dir dies und das u. dgl.), namentlich auch die Fluchformeln (Jos. 6, 26; 1 Sa. 14, 24). Als äußere Zeremonie beim Schwören wird das Aufheben der Hände zum Himmel (1 Mo. 14, 22; 5 Mo. 32, 40; Da. 12, 7; Off. 10, 5) oder auch das Legen der Hand unter die Hüfte des Beschwörenden erwähnt (1 Mo. 24, 2. 9; 47, 29). Letztere Sitte hängt wohl mit der Beschneidung, durch welche das Zeugungsglied geheiligt ist, zusammen. Alles Bisherige ist nun aber — dies ist wohl zu beachten — eine Beschreibung der natürlichen Volkssitte Israels. Was ist das göttliche Urteil darüber, insbesondere für Christen? Das Gesetz gibt für den Eid zwei Hauptvorschristen: 1) das in das zweite Gebot miteingeschlossene Verbot des falschen Eides und des Eidbruchs (3 Mo. 19, 12). 2) Das Verbot, beim Namen anderer Götter als bei dem Jahvehs zu schwören (5 Mo. 6, 13; Jos. 23, 7), vgl. Art. Bekenntnis. Befohlen ist die öffentlich (gerichtliche) Anwendung des Eides in verhältnismäßig seltenen Fällen: nämlich 1) wenn ausgeliehenes Vieh zugrunde geht, soll der Entlehner beschwören, daß er es sich nicht angeeignet hat, 2 Mo. 22, 9 f.: ein sogenannter Reinigungseid, der nach 3 Mo. 5, 19 ff. auch in andern ähnlichen Fällen zur Anwendung kam, wo es sich um keinen Zeugenbeweis handeln konnte (vgl. 1 Kö. 8, 31 f.). Wenn jemand nachträglich selbst bekannte, daß er einen solchen Eid fälschlich geschworen habe, so durfte er durch ein Schuldopfer nebst Erstattung des Unterschlagenen (unter Zuschlag von ⅕ des Wertes) sein Vergehen sühnen (3 Mo. 5, 19 ff.).

Calwer Bibellexikon: Biblisches Handwörterbuch

„Den Herrn, deinen Gott, sollst du fürchten“ (was bedeutet, seinen Namen auszusprechen). Das gilt nicht, erstens, weil es, wie oben gesagt, durch den Namen sein muss; und zweitens kann eine Warnung vor einem positiven Gebot nicht als Warnung gezählt werden. Und wenn man will, kann man sagen, weil es so deutlich geschrieben ist [Lev. 24:11]: „Der Sohn der israelitischen Frau sprach (we-yiqaub) den heiligen Namen aus und lästerte ihn.“ Daher wird dieser Begriff für Lästerung verwendet. Aber vielleicht ist man nicht schuldig, wenn man nicht beides getan hat – den Namen ausgesprochen und gelästert? Das ist nicht anzunehmen, denn weiter unten heißt es [ebd. 14]: „Führt den Lästerer hinaus“, und der Ausdruck „nauquib“ wird nicht erwähnt. Es ist also ein und dasselbe.

Der Babylonische Talmud

Heb. šāḇaʿ (Hes. 21:23), Niphal von šāḇaʿ (z. B. Gen. 21:23; Ex. 32:13; Lev. 5:4; Nu. 11:12; Dtn. 6:13; Jos. 2:12; Jgs. 2:1; 1 S. 3:14), Hiphil von šāḇaʿ (z. B., Gen. 24:3; Ex. 13:19; Jos. 23:7; 1 S. 20:17; 1 K. 2:42; 2 Ch. 36:13), šeḇûʿâ („geschworenes Versprechen“, 1 Ch. 16:16), nāśāʾ yāḏ-‚die Hand erheben‘ (Ex. 6:8; Neh. 9:5; Hes. 20:5; 36:7), hiphil von rûm + yāḏ-‚die Hand erheben‘ (Gen. 14:22), ʾim-lōʾ-‚gewiß‘ (Jes. 5:9), kîʾim-‚wahrhaftig‘ (Jgs. 15:17); Gk. omnýō (z. B., Mt. 5:34, 36; Mk. 14:71; Lk. 1:73; Apg. 2:30; He. 3:11, 18; 4:3; Offb. 10:6), epiorkéō („falsch schwören“, Mt. 5:33), hórkos („was man geschworen hat“, Mt. 5:33)]; AV auch OATH, „die Hand erheben“ (Gen. 14:22), „wahrhaftig“ (Jes. 5:9), „doch“ (Jgs. 15:7), usw.; NEB auch OATH, „mit erhobener Hand sich binden“, usw. Der Akt des Schwörens war eine formelle Erklärung des eigenen Wortes, Versprechens oder Vorsatzes in der Gegenwart Gottes und anderer Zeugen. Im Allgemeinen bezog er sich auf eine zukünftige Verpflichtung und nicht auf die Wahrhaftigkeit einer vergangenen Handlung.
Die Wurzel šbʿ kommt 216 Mal im AT vor und ist besonders im Pentateuch, den historischen Büchern und den Propheten zu finden; in der Weisheitsliteratur ist sie selten. Die Wörter „schwören“ (šāḇaʿ) und ‚Eid‘ (šeḇûʿâ) werden manchmal mit Bezug auf die Zahl „sieben“ (šeḇaʿ) erklärt, aber die genaue Beziehung ist unklar. Die Erklärung des Namens Beer-Scheba in 1. Mose 21:25-34 legt eine Beziehung zwischen den Begriffen nahe: Abraham legte sieben Schaflämmer als Zeugen beiseite, und sowohl er als auch Abimelech schworen einen Eid an einem Ort, den sie Beer-Sheba („Quelle des Eides“ oder „Quelle der Sieben“; vgl. V 31, RSV mg; siehe BEER-SHEBA I) nannten. Da aber an keiner anderen Stelle ein klarer Zusammenhang zwischen diesen beiden Wörtern zu erkennen ist, ist jede etymologische Vermutung fragwürdig.
Das Verb „schwören“ kommt in drei verschiedenen Kontexten vor. Erstens findet man schwören im Zusammenhang mit dem Schließen eines Bundes (siehe BUND [AT] II-III). Die Bundesbeziehung, die auf Treue beruhte, wurde aufgezeichnet, von anderen Menschen oder von Gott bezeugt und mit einem Eid beschworen (vgl. Dtn 4,31; Lk 1,73; He 6,13-17). Gott diente als Zeuge des Vertrages zwischen David und Jonathan: „Wir haben beide im Namen des Herrn geschworen und gesagt: ‚Der Herr soll zwischen mir und dir sein und zwischen meinen Nachkommen und deinen Nachkommen in Ewigkeit'“ (1. Kön. 20,42). Wenn Gott einen Bund mit seinem Volk schloss, schwor er bei sich selbst (1Mo 22,16; 2Mo 32,13), bei seiner „Heiligkeit“ (Am 4,2; Ps 89,35 [MT 36]) oder bei seiner Treue (V 49 [MT 50]).
Zweitens findet sich das Schwören in anderen Zusammenhängen, die das Ablegen eines Eides beinhalten (z. B. Jos. 2:12, 17, 20; 6:22; 9:20; Ps. 119:106). Diejenigen, die einen Eid schworen, nahmen gewöhnlich einen Fluch auf sich, wenn ihr Wort gebrochen wurde (z. B. 2. Samuel 3,35). Ein Schwur konnte für einen selbst oder auch für nachfolgende Generationen bindend sein (vgl. 1. Mose 50,5f., 25).
Drittens findet man das Schwören im Zusammenhang mit dem Ablegen von Gelübden (z. B. Nu. 30:2). Siehe VOW.
Die Israeliten verwendeten verschiedene Formen des Schwörens (siehe EID). Zu den am häufigsten verwendeten Formeln gehörten: „Möge Gott mir das tun und noch mehr, wenn ich …“ (z. B. 2 S. 3:35; vgl. 1 S. 3:17), und „Denn so wahr der Herr lebt …“ (z. B. 1 S. 14:39). Mehrere andere formelhafte Ausdrücke werden in Jgs. 21 verwendet: „Die Männer Israels hatten geschworen …, ‚Keiner von uns soll seine Tochter Benjamin zur Frau geben'“ (V. 1); „Was sollen wir tun …, da wir bei dem Herrn geschworen haben, dass wir ihnen keine unserer Töchter zur Frau geben werden? “ (V. 7); „Denn das Volk Israel hatte geschworen: ‚Verflucht sei, wer Benjamin eine Frau gibt‘ “ (V. 18).
Oft begleitete der Schwörende den Schwur mit einer symbolischen Geste, z. B. indem er seine Hand nach oben hob (1Mo 14,22; Hes 20,5; 36,7; Neh 9,15; Dtn 12,7; Offb 10,5f) oder seine Hand „unter den Schenkel“ eines anderen legte (1Mo 24,2; 47,29); siehe GESTURE I.
Die Verbindlichkeit dessen, was geschworen wurde, beruhte auf der Treue Gottes. Gott erwartete von seinem Volk, dass es genauso treu zu seinem Wort steht wie er selbst zu seinem Wort. Das AT berichtet in anthropomorpher Weise, dass Gott selbst geschworen hat (1. Mose 22,16; Jes. 45,23; Hes. 17,19; Am. 6,8). Das Schwören war eine feierliche Handlung, weil Gott als Zeuge angerufen wurde (1Mo 31,50; Jos 24,22.27; 1So 12,5; Jer 42,5; 2Kor 1,23; Phil 1,8). Die Nationen, die Israel umgaben, schworen bei den Göttern des Himmels und der Erde. In einem Vertrag von Esarhaddon, dem König von Assyrien, heißt es: „Ihr seid beschworen bei Ashur … bei Anu, Anlil und Ea … bei Sin, Shamash, Adad und Marduk … bei allen Göttern Assyriens … bei allen Göttern von Babylon, Borsippa und Nippur … bei allen Göttern von Sumer und Akkad … bei allen Göttern eines jeden Landes, ihr seid beschworen bei den Göttern des Himmels und der Erde“ (ANET, S. 534f.). Den Israeliten wurde befohlen, beim Herrn zu schwören, als Akt der demütigen Unterwerfung (Dtn 6,13; 10,20; Jer 4,2; vgl. 1 S. 25,26; 2 S. 15,21; Ps 63,11 [MT 12]). Aber den Namen „Jahwe“ vergeblich zu nehmen – d.h. unaufrichtig oder mit böser Absicht zu schwören – war im dritten Gebot streng verboten (Ex. 20:7). Falsches Schwören wurde als eine sehr schwere Sünde angesehen (5. Mose 6,3.5 [MT 5,22.24]; 19,12; Jer. 5,2; 7,9; Sach. 5,3f.; Mal. 3,5); siehe KRIMINAL: Falsches Schwören.
Jesus warnte eindringlich vor dem Schwören als bloßer Form der Beteuerung (Mt. 5,34-37; 23,16-22). Jedes Schwören, egal worauf man schwört, schließt ein, dass man Gott als Zeugen anruft; daher ist jemand, der schwört, in Gefahr, das dritte Gebot zu brechen. Jesus gebot die Art von Wahrhaftigkeit, die keine Eide braucht, um die Aufrichtigkeit zu betonen (Mt. 5,37; vgl. Jak. 5,12). Andererseits hat Jesus nicht alles Schwören verboten, da er selbst auf Geheiß des Hohenpriesters schwor (Mt. 26,63f.). Auch Paulus berief sich bei Gelegenheit auf Gott als Zeugen (vgl. 2Kor 1,23; Gal 1,20). Petrus machte sich des Falschschwurs schuldig, als er leugnete, Jesus zu kennen (Mt. 26,72.74).

The International Standard Bible Encyclopedia