für immer und ewig??

An jenem Tage wird dieses Lied im Lande Juda gesungen werden: Wir haben eine starke Stadt; Rettung setzt er zu Mauern und zum Bollwerk. Machet auf die Tore, daß einziehe ein gerechtes Volk, (Anderswo mit „Nation“ übersetzt) welches Treue bewahrt! Den festen Sinn bewahrst du in Frieden, in Frieden; denn er vertraut auf dich. Vertrauet auf Jehova ewiglich; denn in Jah, Jehova, ist ein Fels der Ewigkeiten.
Elberfelder 1871 – Jes 26,1–4

Vertrauet immerdar auf Jehova; denn Jah Jehova ist ein Fels auf immer.
van Ess 1858 – Jes 26,4

Vertrauet auf Jehova ewiglich; denn in Jah, Jehova, ist ein Fels der Ewigkeiten.
Paderborner Bibel – Jesaja 26:4

Vertrauet in Jehova fort und fort; denn als Jah ist Jehova Fels der Äonen (Ewigkeiten)
Pfleiderer Übersetzung – Jesaja 26,4

Verlasset euch auf den Herrn ewiglich; denn Gott der Herr ist ein Fels ewiglich. Die doppelte Bezeichnung „Gott der Herr“ ist mit Bedacht gewählt, um Gottes Macht umso stärker hervorzuheben. Der Prophet ermahnt das Volk, Gott fest zu vertrauen. Nachdem eine Belehrung vorangegangen ist, ist nun eine Ermahnung am Platze. Dass unser Friede in Gottes Hand ruhet, dass er für uns der treue Hüter dieses Friedens ist, das wäre umsonst geredet, wenn wir nach solcher Belehrung uns nicht von einer ernsten Ermahnung bestimmen ließen. Der Prophet regt uns aber nicht einfach zu einer getrosten Hoffnung an, sondern will uns bewegen, in ihr auszuharren ewiglich. Das geht vor allem die Gläubigen an, die schon gelernt haben, was das heißt: auf den Herrn hoffen. Sie sind noch schwach und in Folge der mannigfachen Versuchungen zum Zweifel, mit denen sie zu kämpfen haben, können sie öfters fallen. So bedürfen sie der Stärkung. Darum gebietet er nicht einfach, dass sie auf den Herrn vertrauen, sondern sie sollen in dieser Hoffnung und in diesem Vertrauen fest bleiben bis ans Ende. Zu beachten ist auch der Grund dafür. Weil nämlich Gottes Macht, der Fels des Glaubens, ewig ist, darum soll auch der Glaube und das Vertrauen von gleicher Dauer sein. Wenn der Prophet von Gottes Kraft und Macht redet, so meint er damit nicht eine müßige, sondern eine tätige Macht, welche an uns sich in der Tat wirksam erweist und das, was sie angefangen hat, auch zu Ende führt.

Jean Calvin – Jesaja

Wie in 25, 1–5 erhebt sich wieder ein Lobpreis. Gott hat alle Geretteten zu einem Gemeinschaftsmahl auf den Berg Zion geladen und ihnen jegliche Trauer- und Blindheitshülle entfernt. Die Stadt der widergöttlichen Macht ist beseitigt, und im Kontrast dazu wird die Stadt, die Gott neu gegründet hat, besungen. Wieder wird der Hinaufzug der Feiernden zum Zion mit Ausdrücken der bekannten Einzugsliturgie besungen (vgl. Ps 24). Die Gründung der neuen, durch Gottes Kraft befestigten Stadt auf Zions Anhöhe, ist zugleich ein Bollwerk gegen alles neu aufkommende widergöttliche Wesen. Erstaunlicherweise – für unsere Logik nicht befriedigend! – wird offensichtlich mit einem Neuentflammen des Bösen gerechnet. Somit treibt auch dieser Abschnitt weiter nach vorne, wo vom endgültigen Sieg Gottes die Rede ist.

»Wahrheit macht die Menschen zu Botschaftern« (Young). Darum rufen die Geretteten einander zu: Verlaßt euch auf Jahwe für immer. Jetzt ist Jes 7, 9 (»Glaubt ihr nicht, so bleibt ihr nicht«) erfüllt. Der Glaube und das Vertrauen, vor dem Gericht immer nur prophetische Forderung, an der die von ihm Angeredeten scheiterten, wird jetzt von einem zum anderen weitergegeben und sich gegenseitig zugesprochen. Merkwürdig ist die Begründung eingeleitet: denn in Jah-Jahwe ist ein ewiger Fels. Hinter der Silbe Jah- steckt so etwas wie ein Begeisterungsruf, der eine große innere Bewegtheit zum Ausdruck bringt. »Es ist der Eigenname Gottes des Erlösers in höchst möglicher Steigerung des Ausdrucks« (Delitzsch). Weil Gottes Ewigkeit den Geretteten offenbar geworden ist, können sie sich für immer auf ihn verlassen.

Schneider – Wuppertaler Studienbibel

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