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Wie freuen wir uns, wenn wir jemandem zeigen können, was Gott von dir erwartet?
Oder versuchen wir nicht viel zu erklären, anstatt die Bibel zu lesen und den heiligen Geist wirken zu lassen?

Auch heute von Jacob Kroeker:

Für viele, die sich auch in unseren Tagen aus der Finsternis ins Licht, aus der Gewaltherrschaft des Todes in die Königsherrschaft Jesu Christi durch eine innerlich erlebte Gottestat versetzt sehen, würde es wie eine Erlösung sein, wenn man sie nicht von vornherein aufs Neue belasten würde mit unzähligen Vorschriften und Leistungen. Denn es gilt den Blick der geretteten Seele allein auf den zu richten, der sie errettet hat.

Das neue Leben, das sich ihr durch die erlebte Errettung erschlossen hat, besteht nicht in der äußeren Befolgung religiöser Übungen und Vorschriften, sondern im Umgang mit Gott. Ist dieser Umgang ein ungetrübter, dann gestaltet sich im Leben und im Wandel manches ganz von selbst. Wer im Lichte wandelt, gewinnt bald ein sehr scharfes Auge dafür, was Licht und was Finsternis ist. Im Verkehr mit Gott gewinnt man ein sehr zartes Gewissen und ein sehr feines Gemerk für Wahrheit und Unwahrheit.

Diese unmittelbare Lebensgemeinschaft mit Gott hat uns Jesus gebracht, sie war der Inhalt seines Evangeliums. Jedoch von dem Christentum, wie es heute von manchen vertreten und verkündigt wird, gewinnt man vielfach den Eindruck, dass es keinen tiefen Frieden mitten in all der Unruhe der Zeit, keine lebendige Herzensgemeinschaft mit Gott, kein Kindesglück und keine Kindesabhängigkeit der Seele vom Vater zu geben vermag. Anstatt die Seele in die bewusste Lebensgemeinschaft mit Gott zu bringen, bindet man sie an [166] religiöse Übungen und Leistungen, anstatt sie zu lehren, aus ihrem Umgang mit Gott heraus von Fall zu Fall zu entscheiden, was im praktischen Leben gottgefällig ist und was nicht, umgibt man sie mit neuen Gesetzen und Forderungen, die auf die Dauer die Seele nicht glücklich, sondern unsagbar müde und arm machen.

Da macht es sich ganz von selbst, dass solch eine Seele sich mit der Zeit weit mehr mit dem beschäftigt, was sie alles zu leisten hat, als mit dem, was Gott in ihr zu wirken vermag. Anstatt mit dem Vater, beschäftigt sie sich mit sich selbst, und anstatt mit dem Geber mit den Gaben. Aber nie werden Gaben, auch wenn sie göttlicher Natur sind, gegeben, damit sie in unserer Seele an die Stelle des Gebets treten. Jede empfangene Gabe soll vielmehr die Seele noch fester an den Geber binden und ihr dessen Herrlichkeit und Lebensfülle offenbaren.

Wer das erkannt hat, wird in seiner Seelenpflege und in seinem Dienste frei sein von aller gesetzlichen Einstellung. Man wird den Seelen mit jenem klaren Blick und jener inneren Seelengröße zu dienen suchen, wie es ein Elisa getan hat. Mit Paulus wird man einerseits bezeugen, was man selbst in Gott gefunden und mit Gott erlebt hat und von der Sehnsucht reden, die die eigene Seele erfüllt.

Und andererseits wird man doch seinem Zeugnis hinzufügen: „Und wenn ihr in irgendeinem Punkte anders denken solltet, auch dies wird Gott euch offenbaren35).“ Man wird sich freuen über jede Seele, die [167] selbst ihren Weg vor Gott gehen lernt. Was man befürchtet, ist nicht so sehr ein gelegentliches Irren, als eine neue Knechtung und eine dauernde Unselbständigkeit und innerliche Erstarrung der Seele. Denn man weiß, dass Gott letzthin jedes Glied seines Volkes zu einer Persönlichkeit, zu einem Charakter erziehen will. Daher sucht man auch die Seelen, soweit es möglich, mit all ihren Sorgen und Fragen an Gott selbst zu binden. Sie sollen unter allen Umständen wissen, dass ihr Leben abhängig ist von der Quelle und nicht nur von einem Trunk aus der Quelle. Sie sollen lernen, ihren Weg nach Grundsätzen zu gehen, die sie selbst aus dem Umgang mit Gott gewonnen haben. Alles, was man den Seelen mitzugeben hat, ist jener Friede, jenes Heil, das sie in ihrem Netter gefunden haben und in welches sie durch eine erlebte Gottestat hineinversetzt worden sind. „Gehe hin in Frieden!“ und deine Seele wird Frieden atmen auch im Dienste am Hofe zu Damaskus. Denn in der Welt und doch niemals von der Welt sind jene Seelen, die in dem Heile leben, das sie in dem Gott alles Heils gefunden haben.

Jakob Kroeker,Gottes Segensträger

Also wie wäre es -Jehovah machen zu lassen? Lerne Jehovah kennen und nicht meine Meinung, meine Ansichten und erst recht nicht meine Religion!

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