Lasst vielmehr Christus, den Herrn, die Mitte eures Lebens sein!

sondern heiliget Christus, den Herrn, in euren Herzen. Seid aber jederzeit bereit zur Verantwortung gegen jeden, der Rechenschaft von euch fordert über die Hoffnung, die in euch ist, aber mit Sanftmut und Furcht;

Elberfelder Bibel 1905 – 1Pe 3,15

Den Herrn aber, Gott, heiligt in euren Herzen. Seid immerbereit zu einer Verteidigung vor jedem, der Rechenschaft fordert bezüglich der Hoffnung in euch, und dasmit Sanftmut und Furcht.

Jantzen

sondern heiligt vielmehr Gott, den Herrn, in euren Herzen! Seid aber allezeitbereit zur Verantwortung gegenüber jedermann, der Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist, und zwar mit Sanftmut und Ehrerbietung;

Schlacher 2000

Habt vielmehr vor dem Herrn Christus in euern Herzen heilige Ehrfurcht-a-! Seid auch stets bereit, jedem Antwort zu geben, der über die Hoffnung, die in euch lebt, Rechenschaft von euch fordert! -a) Jes 8,18.++

Albrecht Ludwig

Lasst vielmehr Christus, den Herrn, die Mitte eures Lebens sein!“ Und wenn man euch nach eurer Hoffnung fragt, seid immer zur Rechenschaft bereit!

NeÜ 2019

sondern heiligt denChristus alsHerrn in euremHerzen — immer bereit, euch vor jedem zu verteidigen, der von euch einen Grund für eure Hoffnung verlangt, doch tut es mit Milde und tiefem Respekt.

Neue WeltÜbersetzung 2018

Jesus soll bei euch das Zentrum sein, er soll das Sagen haben. Seid immer dazu bereit, zu eurem Glauben zu stehen und davon zu erzählen, wenn Menschen mal nachfragen.
Volxbibel

κύριον Obj.-Präd. zum AkkO τὸν Χριστόν. ἁγιάσατε Aor. Imp. ἁγιάζω91 heiligen; als heilig behandeln, heilig halten. ἕτοιμος bereit; erg. ἔστε (Imp. v. εἰμί, A294). ἀεί immer, stets. ἀπο-λογία Verteidigung (vor Gericht od. auch allgem.); πρὸς ἀπολογίαν παντί zur Verantwortung gegenüber jedem (B 2). πᾶς ὁ m. Ptz. jeder, der (A86). αἰτοῦντι Ptz. αἰτέω, subst.; αἰτέω τινὰ λόγον von jmdm. Rechenschaft fordern (B λόγος 2[a]α). ἡ ἐν ὑμῖν ἐλπίς die Hoffnung, die in euch ist = die Hoffnung, die euch erfüllt.

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament


In ihren Herzen sollen die Christen den Herrn Christus heiligen. Alexander Maclaren schreibt: „Nur wer sagen kann „der Herr ist meines Lebens Kraft“, kann auch sagen „vor wem soll ich mich fürchten“ (Expositions of Holy Scriptures, 16,42). Die Christen sollen ihre Angst überwinden, indem sie Christus als ihren Herrn (kyrion) heiligen (hagiasate, „von andern absondern“). Deshalb müssen sie allezeit bereit (hetoimoi; vgl. 1 Petrus 1,5) sein zur Verantwortung (apologian; die „Verteidigungsrede“, die der Verteidiger vor dem Richter hält; vgl. Apg 22,1; 25,16) über ihre Hoffnung auf Christus. Eine solche verbale Verteidigung muß im Einklang mit einem der Heiligung geweihten Lebenswandel stehen.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

»heiligt aber den Herrn Christus in euren Herzen. Seid allezeit bereit zur Verantwortung vor jedermann, der von euch Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist,«

Solcher kopflosen Furcht wehre ich, wo ich Christus »heilige«, und das meint hier: wenn ich ihn vorbehaltlos als meinen Herrn anerkenne. Das ist die Gottesfurcht, die alle Menschenfurcht vertreibt. »In meinem Herzen«, im Zentrum meiner Person, regiert die vertrauende Gottesfurcht. Wie sollen mir Menschen dann noch Angst einjagen können? Ich höre das Wort meines Herrn: »Fürchtet euch nicht«, mit dem er so oft seinen Jüngern gegenübergetreten ist, zuletzt nach seiner Auferstehung (vgl. Mt 28,10). Wer »heilig« dem Herrn ist, ausgesondert für ihn, und wer von ihm her lebt, der hat die Furcht überwunden. Er behält einen klaren Kopf. So kann er »allezeit« und »jedermann … Rechenschaft geben«. Das führt hinein in die tägliche Lebenssituation des Christen, der durch seine »Fremdheit« auffällt und gefragt wird. Das ist natürlich die beste Gelegenheit zum Zeugnis für Jesus. Die griechischen Worte lassen auch die Möglichkeit offen, dass es um ein Verhör vor den Behörden geht, in dem die Christen Rede und Antwort zu stehen haben. Ebenso fassen die Worte »allezeit« und »vor jedermann« alle Möglichkeiten ins Auge, in denen Christen sich wegen ihres Glaubens zu verteidigen haben. Das aber gerade ist das beste Zeugnis für einen Christen, wenn er tatsächlich auffällt und die Menschen zu fragen beginnen.

Erstaunlich: Christen fallen nicht zuerst an ihrem Glauben auf – so setzt Petrus hier voraus -, sondern an ihrer »Hoffnung«. »… die in euch ist« kann also nicht den Sinn haben »die in euch verborgen ist«, sondern muss so wiedergegeben werden: »… die euch kennzeichnet.« Christen sind Menschen, die eine lebendige Hoffnung haben. Diese Hoffnung liegt nicht erst in ferner Zukunft, obwohl die Vollendung in der Ewigkeit, die ewige Gemeinschaft beim Herrn unser ersehntes Ziel ist. »Hoffnung« ist zusammenfassender Begriff für unser ganzes Handeln im und aus dem Glauben (vgl. zu 1 Petrus 1,3), ja kennzeichnet den Glauben in seiner Ziel- und Blickrichtung auf die Ewigkeit. Und dadurch fallen Christen tatsächlich auf, dass ihnen die Dinge und Werte dieser Welt – Hab und Gut, Ehre, Macht, Einfluss – nicht mehr entscheidend wichtig sind, sondern dass sie andere Höchstwerte haben: Liebe, Hingabe, Dienst, Zeugnis, Helfen. Dadurch entsteht ganz gewiss immer wieder die Frage nach dem Grund solch »fremden« Handelns. Diese Hoffnung wird aber auch gewiss an dem sichtbar, wie Christen dem Tod und dem Sterben begegnen. Eine wirklich christliche Beerdigung ist eine Hoffnungsfeier und eben darin beste Möglichkeit zur Mission.

Edition C

Die Verse 14b-15a sind in Anlehnung an Jes 8,12-13 formuliert: „(12) Ihr sollt nicht alles Verschwörung nennen, was dieses Volk Verschwörung nennt. Das, was sie fürchten, sollt ihr nicht fürchten und nicht davor erschrecken.(13) Den HERRN der Heerscharen, den sollt ihr heiligen! Er sei eure Furcht, und er sei euer Schrecken!“

(15b) Der Aufruf zur Furchtlosigkeit und dazu, Christus ungeachtet der Schwierigkeiten als Herrn anzuerkennen, betrifft aber nicht nur ihre innere Einstellung. Wichtig ist auch, dass sie den Fragen ihrer Gegner über ihren Glauben nicht ausweichen. Sie sollen „jederzeit“ bereit sein, ihren Glauben zu verteidigen (vgl. Phil 1,16, wo Paulus davon spricht, dass er „zur Verteidigung des Evangeliums eingesetzt“ ist) – und zwar gegenüber allen, die sie wegen ihres Glaubens, in dessen Mittelpunkt die „Hoffnung“ steht (vgl. 1Petr 1,3.21), zur Rede stellen.

Mainka, – 1. Petrus

Wo ist meine Hoffnung heute? Worüber spreche ich? Und wenn ich schon die Bibel in der Hand habe, um mit Menschen zu reden – worauf verweise ich? Auf meine Gemeinde/Kirche? oder auf ein Buch/Zeitschrift? oder wirklich auf die einzigste Hoffnung – auf den Christus?????

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