„stärkt euer Herz“

Habt auch ihr Geduld, befestiget eure Herzen, denn die Ankunft des Herrn ist nahe gekommen.
Elberfelder 1871 – Jak 5,8

Geduldet auch ihr euch, stärket eure Herzen; denn die Wiederkunft des Herrn ist nahe!
Schlachter 1951 – Jakobus 5,8

Genauso müsst ihr auch Geduld haben, ja? Ermutigt euch gegenseitig! Es dauert bestimmt nicht mehr lange, dann kommt Jesus wieder!
VolxBibel – Jakobus 5,8

Jakobus ermahnt zur Geduld und schließt damit an den vorhergehenden Vers an. Da sahen wir, dass der Herr Jesus Leiden geduldig ertrug. Geduld können wir von Ihm lernen. In den Versen 7–10 kommt das Wort Geduld viermal vor. Das zeigt, wie wichtig es ist, geduldig zu sein, denn wie leicht können doch Gefühle der Ungeduld aufkommen. Geduld hast du in Umständen nötig, wo man dir ungerecht begegnet und/oder wo du keine Aussicht hast, aus diesen Umständen herauszukommen. Wenn deine Geduld ein Warten auf den Herrn ist, wird sie immer belohnt.
Bis zur Ankunft des Herrn geduldig zu sein, bezieht sich in erster Linie auf sein Kommen auf die Erde, um zu richten, Recht zu üben, gerecht zu regieren und alles zu belohnen, was für Ihn getan wurde. Als Glied der Gemeinde Gottes darfst du auch nach dem Kommen des Herrn Jesus Ausschau halten, wenn Er kommt, um die Gläubigen zu sich zu nehmen (1Thes 4,14–18). Dieses Kommen geht dem Kommen des Herrn auf die Erde voraus.
Du darfst auch mit dem Kommen des Herrn rechnen in dem Sinn, dass Er die Umstände verändert, in denen du dich befindest (vgl. Phil 4,5). Darum geht es hier zwar nicht so sehr, aber du kannst doch Trost daraus schöpfen. Du kannst darauf rechnen, dass der Herr in deine Umstände kommen will, um dir darin beizustehen, wenn du dein Herz dafür öffnest. Das wird dich davor bewahren, bei all dem Unrecht stehenzubleiben, das dir angetan wurde und dem du dich ausgeliefert fühlst. Manchmal musst du dich damit abfinden, dass sich nichts ändert. Dann darfst du doch darauf vertrauen, dass der Herr zu dir kommt, um dich zu stärken. In dieser Bedeutung hat Paulus es auch erfahren, dass der Herr zu ihm kam und ihn ermutigte (Apg 18,9). Wenn der Gedanke an das Kommen des Herrn in dir lebendig ist, wirst du erfahren, dass Er bei dir ist.
Geduld haben muss man genauso wie ein Ackerbauer, der gesät hat. Das Einzige, was er danach tun kann, ist, geduldig auf die köstliche Frucht der Erde zu warten, und das tut er daher auch. Für das Aufgehen der Saat und dass sie schließlich Frucht trägt, ist er auf den Regen des Himmels angewiesen (5Mo 11,11.14). Den Regen erwartet er von Gott. Dein Leben ist ein Acker, auf den Gott den Samen seines Wortes gesät hat. Er will, dass Frucht für Ihn daraus hervorkommt. Er beschleunigt den Wachstumsprozess nicht, sondern bewässert den Boden mit seinem Wort. Sein Wort ist wie Regen (5Mo 32,2). Er will aus deinem Leben köstliche Frucht für sich haben. Das gilt auch für die Christenheit in ihrer Gesamtheit. Zu Beginn kam der Frühregen. Das geschah, als der Heilige Geist am Pfingsttag auf die Gläubigen ausgegossen wurde (Apg 2,1ff.). Dadurch ist die Gemeinde entstanden, die Gott dazu bestimmt hat, Frucht für Ihn zu bringen. Wenn die Gemeinde entrückt ist, wird der Heilige Geist noch einmal ausgegossen, und zwar auf den Überrest Israels (Joel 3,1.2). Das ist die Erklärung für den Spätregen. Wenn der Überrest den Spätregen empfangen hat, wird auch er köstliche Frucht für Gott hervorbringen.

Ger de Koning – Die Briefe von Jakobus und Petrus

Noch einmal erklingt die Aufforderung: »Habt auch ihr Geduld!« – wie jener Bauer (V. 8). Jakobus fügt hinzu: »Stärkt eure Herzen!« Von der Grammatik her könnte man auch übersetzen: »Fasst auch ihr euch in Geduld und macht eure Herzen stark.« D. h. Jakobus spürt, dass die Adressaten so etwas nötig haben. In der Tat ist der Christ von Natur aus ungeduldig, zaghaft, schwankend. Geduldfassen und Sich -innerlich -Stärken geht nur durch Gottes Wort und Gebet. Die vielen ähnlichen Parallelstellen (z. B. Lk 22,32; Apg 18,23; Röm 16,25; 1 Thess 3,2.13; 2 Thess 3,3; 1Petr5,10; Offb 3,2) zeigen, wie schwer es ist, Christen in Stetigkeit, Vertrauen und Gelassenheit zu bewahren. Unterdrückt sind sie oft – niedergedrückt sollen sie nicht sein. Sie wissen doch: »Das Kommen des Herrn ist nahe« (vgl. 1Petr4,7; 2 Petrus 3,9; Heb 10,37). Dieser kurze Satz gibt wie das gesamte NT kein Datum für die Wiederkunft. Aber er stellt in eine lebendige Erwartung der Wiederkunft Jesu hinein (vgl. Mt 24,33; Röm 13,11ff.; Offb 1,3). Genau das macht die Spannung der christlichen Zukunftshoffnung aus: Einerseits leben wir in den letzten Tagen der Geschichte (vgl. Jak 5,5), von daher betrachtet ist der Herr also »nahe»; andererseits wissen wir, dass es mit der Wiederkunft länger dauert, als menschlicher Eifer meint (vgl. 2 Thess 2,2 und Mt 24,8; 25,9.19; 2 Petrus 3,9). Die Konsequenz kann hier nur lauten: Lebe so, dass der Herr Jesus jeden Augenblick wiederkommen kann.

Gerhardt Maier – Edition C

Die Tatsache der Ankunft des Herrn steht nicht in Frage, sie ist nahe herbeigekommen. – Vgl. zur nahen Ankunft: Mt 24,33; R“m 13,11.12; 1Kor 15,23; Hebr 10,36.37; 1Petr 4,7; Offb 1,3 . – Fraglich ist nur, wodurch das Warten auf diese Ankunft bestimmt ist.
Die Zeit bis zur Wiederkunft ist wie der Wachstumsprozess. Die Zeit zwischen Saat und Ernte (V. 7) entspricht dem „endzeitlichen Maß“, in dem die Menschen dieses Zeitalters leben. Christen, die auf die Wiederkunft ihres Herrn gespannt, erwartungsvoll und geduldig warten, handeln zeitgemäß. Es zählt nicht die gegenwärtige Zeit, die Zeit der Moden, sondern die Zeit, die von der Wiederkunft bestimmt ist und mit ihr rechnet. – „Laßt uns nicht schlafen wie die übrigen, sondern wachen und nüchtern sein!“ (1Thess 5,5-8) .- Es ist eine Zeit, in der die Kraft zum Durchhalten nicht aus der Gegenwart kommt, sondern aus der Zukunft. „Geduld aber ist euch not … Denn noch eine kurze Zeit, dann wird der kommen, der kommen soll, und nicht ausbleiben“ (Hebr 10,36.37 ).
Jak sagt in einem Atemzug: „Harrt aus!“ und „Macht eure Herzen fest!“. Geduld und Stärke bzw. Festigkeit gehören für ihn zusammen. Geduld ist keine Schwäche, keine Haltung, in der passiv alles hingenommen wird, was kommt. Geduld ist eine innerliche Kraft, die zu einem aktiven Ausharren befähigt. – „Wir betrachten Geduld als eine Sache des Charakters. Hiob aber und die Propheten, die Jakobus hier anführt, waren ihrer Art entsprechend nicht gerade geduldig. Geduld ist keine Sache des Temperaments. Geduld ist Glaube, der auf die Probe gestellt wird. Sie bedeutet nicht: untätig zusehen, wie das Schlimme noch schlimmer wird, sie ist im Gegenteil: aktives Ausharren, und zwar auf Grund der Gewißheit, daß die Rettung nahe ist, oder, wie Jakobus sich konkret ausdrückt: die Ankunft des Herrn ist nahe“ (O. Jager: Biblisches Tagebuch, S. 369f). – Umgekehrt ist es wichtig, dass die Herzen befestigt und darin stark gemacht werden. Das ist nötig, damit die Kraft vorhanden ist, auch unter widrigen Umständen auf das erlösende Kommen des Herrn zu warten. Und gleichzeitig dient die Befestigung der Herzen dazu, Menschen vorzubereiten auf das bevorstehende Gericht.
Zwei Motive der nahen Ankunft des Herrn sind zu erkennen: a) das Kommen des Herrn bringt Frucht und Erlösung; wir dürfen auf ihn geduldig warten wie auf eine kostbare Frucht; das lohnende Ziel erleichtert das Warten (V. 7f); b) das Kommen des Herrn bringt das endgültige Gericht; das Wissen um das kommende Gericht richtet die Gedanken und Taten auf Gott aus; man soll entsprechend leben und handeln (V. 9). Der erste Aspekt macht Mut, nicht zu verzagen; der zweite Aspekt macht Mut, die Spannung nicht bei den Geschwistern abzuladen oder bei ihnen die Schuld zu suchen und sie anzuklagen.
Man kann die Formulierung „Macht eure Herzen fest!“ auch mit „Stärkt eure Herzen!“ übersetzen. Dieser Imperativ bildet den Kontrast zu dem Mästen der Herzen in V. 5 (das ja nach dem Wunsch dieser Leute auch ihrer Stärkung dienen sollte) -„Während die Reichen ihre Herzen „füttern“ …, sollen die armen Christen i h r e Herzen aus ihrem Glauben „stärken“„ (F. Mussner: Komm, S. 203). – und zur gegenseitigen Anklage der Brüder in V. 9. Stärken bzw. Festmachen (griech. stärixate) ist im NT geradezu terminus technicus für die gegenseitige Seelsorge. Die Brüder stärken einander und werden durch die Apostel gestärkt. -Vergl. Apg 14,22; 15,32.41; 18,23; Röm 1,11; 1Thess 3,2.13; Offb 3,2 . – Einer macht den andern stark, keiner kann sich selber stark machen.
Die Brüder sollen sich gegenseitig stark machen (V. 8) und sich nicht dadurch schwächen, dass sie sich gegenseitig Vorwürfe machen und aufeinander schimpfen (V. 9).

Wuppertaler Studienbibel

Die Zeit ist »nahe«, das heißt, das Kommen des Herrn ist jederzeit möglich. Es heißt nicht, die Ereignisse müssen sofort, ohne Verzug eintreten. Wäre das der Fall gewesen, wären sich die Heiligen betrogen vorgekommen, da der Herr nach Jahrzehnten und Jahrhunderten noch nicht gekommen war. Die Hoffnung, dass das Kommen des Herrn nahe ist, hat die Heiligen seit Pfingsten getragen; denn es ist uns nicht gesagt worden, dass irgend welche in der Schrift angekündigten Ereignisse eintreten müssten, bevor der Herr die Gemeinde zu sich holt. Gott, der alles in der Hand hat (Apg 1,7), hätte es so einrichten können, dass die Wiederkunft des Retters jederzeit hätte eintreten können. Das Perfekt, das Jakobus in Jak 5,8 verwendet (engiken) , läßt sich buchstäblich so übersetzen: »Das Kommen des Herrn ist nahe gekommen« (wie es in der Unrevidierten Elberfelder der Fall ist). Das zeigt, dass mit der Erfüllung von der Menschwerdung, Kreuzigung, Auferstehung und Erhöhung des Herrn das nächste Ereignis im prophetischen Fahrplan Sein Kommen sein muss. Es muss nicht sofort geschehen, aber es ist nahe, d. h., jederzeit möglich. Die Gläubigen aller Jahrhunderte haben sich auf Sein Kommen gefreut. Diese Überzeugung muss aber im Leben des Christen zu sittlicher Reinigung führen (1.Joh 3,3). Das war Gottes Absicht. Die falschen Deutungen der Bibel haben aber vielen Gläubigen die Freude und den Ansporn von der beständigen Naherwartung geraubt.

Benedikt Peters – Was die Bibel lehrt

Jesus warnte seine Nachfolger, für seine Wiederkunft bereit zu sein; selbst er kannte weder den genauen Tag noch die genaue Stunde, zu der sie stattfinden würde (Mt 24,36). Deshalb würde er unerwartet wiederkommen (24,50). Andere Stellen, die nach Jesu Auferstehung geschrieben wurden, deuten darauf hin, dass seine Wiederkunft sehr bald sein könnte (1 Korinther 1,7; Titus 2,13), ja sogar „unmittelbar bevorsteht“ (Phil 4,5; Jak 5,8-9).
Zweitausend Jahre sind vergangen, seit diese unverblümten Aussagen gemacht wurden, was viele zu der Annahme führt, dass sie missverstanden worden sind. Zusätzliche Hindernisse für die Vorstellung einer „baldigen“ Wiederkunft ergeben sich aus anderen Schriftstellen. Das Neue Testament legt nahe, dass bestimmte Zeichen oder Ereignisse der Wiederkunft Jesu vorausgehen würden. Zum Beispiel musste der Tempel zerstört werden (Mt 24,2), und es würde himmlische Zeichen geben, die seine Rückkehr ankündigen (Mt 24,30; Lk 21,11).
In drei seiner Gleichnisse deutete Jesus an, dass seine Wiederkunft nicht sofort, sondern mit Verzögerung erfolgen würde (Lk 19,11-27; Mt 25,5.19) – zumindest bis zum Tod des greisen Petrus (Joh 21,18). Paulus glaubte, offenbar auf der Grundlage von Matthäus 24,14, dass das Evangelium alle heidnischen Nationen erreichen müsse, bevor der Heilsplan Gottes erfüllt sei und Jesus wiederkommen würde (Röm 11,12.25).
Sogar in 1 Thessalonicher 5, dem Kapitel, in dem der Satz vom „Dieb in der Nacht“ vorkommt, wird angedeutet, dass Gläubige eine Art Vorahnung über den Zeitpunkt seiner Wiederkunft haben werden. Beachten Sie, wie Paulus Substantive und Pronomen verwendet, um Gläubige als fähig zu kennzeichnen, etwas zu erkennen, was Ungläubige nicht erkennen können:
Was nun die Zeiten und Jahreszeiten betrifft, Brüder, so habt ihr es nicht nötig, euch etwas schreiben zu lassen. Denn ihr wisst selbst, dass der Tag des Herrn kommen wird wie ein Dieb in der Nacht. Während die Menschen sagen: „Es ist Friede und Sicherheit“, dann wird plötzliches Verderben über sie kommen, wie Wehen über eine schwangere Frau kommen, und sie werden nicht entkommen. Ihr aber, Brüder, seid nicht in der Finsternis, dass dieser Tag euch überrasche wie ein Dieb. Denn ihr seid alle Kinder des Lichts, Kinder des Tages. Wir sind nicht von der Nacht und nicht von der Finsternis. So lasst uns nun nicht schlafen, wie die anderen, sondern lasst uns wachen und nüchtern sein (1 Thess 5,1-6).
Wenn Gläubige ein gewisses Gespür dafür haben, wann der Herr wiederkommen wird, kann die Vorstellung, dass die Wiederkunft Jesu zu jedem beliebigen Zeitpunkt erfolgen könnte, falsch sein. Um dieses Problem zu lösen, argumentieren viele Christen, dass 1 Thessalonicher 5 sich auf die Wiederkunft Jesu in Harmagedon bezieht, dass es aber eine frühere Wiederkunft (eine Entrückung) geben wird, die vor jedem Zeichen oder Hinweis geschehen wird. 1 Vielleicht ist es am besten, wenn wir die Wiederkunft Jesu nicht als unmittelbar bevorstehend bezeichnen, sondern als unmittelbar bevorstehend denken. Diesem Gedanken kann man aus beiden Perspektiven zustimmen.

Michael S. Heiser – Ich fordere Sie auf, mich nicht mit der Bibel zu langweilen

Und schliesslich wird uns in Jakobus 5,8 die «befestigende Hoffnung» vorgestellt: «Habt auch ihr Geduld, befestigt eure Herzen, denn die Ankunft des Herrn ist nahe gekommen.» Es wird nicht gesagt: die Ankunft naht, als ob sie noch verzögert werden könnte. Nein, sie ist ganz nahe. Der Herr Jesus wartet geduldig zur Rechten des Vaters, und wir werden ermahnt: «auch ihr, habt Geduld.»
Je mehr wir uns mit dem beschäftigen, was in den Schriften über das Kommen des Herrn gesagt wird, desto mehr werden wir in unserer Erwartung befestigt. Wir sagen manchmal: «Welch ein Glück! der Herr kann heute kommen», denken aber am folgenden Tage oder in der folgenden Woche nicht mehr daran. Die Hoffnung soll in unseren Herzen feststehen.
«Ich komme bald!» ruft der Herr uns zu. Beim Hören seiner Stimme werden wir die Erde verlassen und Ihn von Angesicht zu Angesicht sehen in der Wohnung, die Er für uns bereitet hat! Möchten unsere Herzen doch mit der Freude und der Fülle unserer Hoffnung erfüllt bleiben!

Halte fest 1959

In Vers 7 steht die Aufforderung, geduldig zu sein, bis der Herr wiederkommt. Das griechische Wort für geduldig bedeutet „langmütig sein“. In diesem Vers geht es um die Haltung der Selbstbeherrschung, die sich angesichts von Provokationen von übereilten Vergeltungsmaßnahmen fernhält. Dies ist nicht dasselbe Wort für geduldig in Kapitel 1:3-4, 13 oder Kapitel 5:11. Sie sollen geduldig sein bis zur Ankunft des Herrn, der Entrückung, die die Verfolgung, Unterdrückung und Ungerechtigkeit beenden wird. Das Beispiel, das er für das geduldige Ausharren gibt, ist der Landmann oder Pächter. Er sät seine Saat und muss dann geduldig bis zur Ernte warten. Der Erfolg seiner Ernte hängt von Kräften ab, die außerhalb seiner Kontrolle liegen, dem frühen und dem späten Regen. Die Erwähnung des Frühregens und des Spätregens ist eine Anspielung auf das Wettergeschehen in Israel. In gleicher Weise ist die geistliche Ernte vom Eingreifen Gottes abhängig.
In Vers 8 macht Jakobus die Anwendung mit zwei Befehlen. Erstens: Seid auch ihr geduldig; so wie der Bauer geduldig war, sollen auch die Gläubigen geduldig sein. Zweitens: Errichtet eure Herzen. Das Wort festigen bedeutet, „etwas so zu stärken, dass es fest und unbeweglich steht“. Sie sollen eine innere Stabilität entwickeln und nicht durch ihre Verfolgung erschüttert werden. Die Grundlage dafür ist: Denn die Ankunft des Herrn ist nahe. Der Ausdruck „zur Hand“ bedeutet „vor den Türen“, „unmittelbar bevorstehend“. In der Tat könnte die Entrückung in jedem Moment geschehen.

Arnold Fruchtenbaum – Das Buch Jakobus

Bin ich mir auch so sicher, dass Jesus zeitnah wiederkommt?

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